Hamburg, 20. Januar. Chinas Wirtschaftswachstum schwächelt auf hohem Niveau. Wie jetzt bekannt wurde, stieg es 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent. Bereits 2012 bewegte sich der Anstieg auf dem gleichen Niveau. Während für die meisten anderen Länder auf dieser Welt solche Wachstumsraten nahezu utopisch sind, bedeuten sie für China jedoch das schwächste Wachstum seit 1999.

Strukturreformen wichtiger als Wachstumsrate

Zwar liegt der Wert knapp oberhalb des Zielwerts der chinesischen Regierung von 7,5 Prozent. Allerdings hatte die Führung in Peking in der Vergangenheit traditionell eher vorsichtige Vorgaben gemacht, die dann zumeist entsprechend übertroffen wurden. In diesem Jahr rechnen Experten jedoch mit einem sich abschwächenden Wirtschaftswachstum. Grund hierfür: Chinas Regierung strebt eine Reihe struktureller Reformen an und ist dafür bereit, eine geringere Wachstumsrate hinzunehmen. Allerdings gelten sieben Prozent als Untergrenze.

Faule Kredite belasten Wirtschaft

Zunehmend Sorgen bereitet der chinesischen Regierung die rasant gestiegene Verschuldung seitens Kommunen und Staatsbetrieben. Hinzu kommen wachsende Sorgen um eine mögliche Immobilienblase sowie eine zunehmend dubiose Kreditvergabe. Diese wurde in der zweiten Jahreshälfte durch die Regierung in Peking zwar gedrosselt. Viele faule Kredite müssen jedoch refinanziert werden. Hierfür ist Geld notwendig, dass der Wirtschaft dann entsprechend fehlt.