Hamburg, 11. Februar. Im europäischen Vergleich ist Deutschland – abgesehen von einigen konjunkturellen Kratzern – relativ gesund durch die Krise gekommen. Aktuell ist die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen prächtig. Dies spiegelt sich nicht zuletzt im Ifo-Geschäftsklimaindex wider, der im Januar auf den höchsten Stand seit Sommer 2011 kletterte. Auch die mittelfristigen Konjunkturaussichten schätzen Experten positiv ein. Um die künftigen Aufgaben adäquat bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherstellen zu können, ist entsprechendes Personal notwendig. Die Suche von Unternehmen verläuft allerdings immer häufiger ohne Erfolg – zumindest in bestimmten Bereichen.

Nach einer aktuellen Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) bestehen bei 106 der rund 580 analysierten Berufe schon seit gut zwei Jahren Engpässe. Zwischen September 2011 und August 2013 gab es bei diesen Jobs kontinuierlich deutlich weniger Arbeitslose als zu besetzende Stellen.

Betroffen vom Fachkräftemangel sind insbesondere die sogenannten MINT-Berufe Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Unter den zehn Berufen mit den größten Engpässe befinden sich fünf aus diesen Bereichen wie bspw. Mechatroniker oder Ingenieure für Luft- und Raumfahrttechnik. Neben dem MINT-Bereich fehlen Fachkräfte aber auch insbesondere im Gesundheitsbereich. Hier reicht der Mangel laut IW vom Altenpfleger bis hin zu Ärzten verschiedener Fachrichtungen.