Hamburg, 09. Dezember. Deutschlands Wirtschaft brummt. Verantwortlich hierfür waren vor allem die Exporte. Wie das Statistische Bundesamt aktuell mitteilt, verkauften deutsche Unternehmen im Oktober Waren im Wert von 99,1 Mrd. Euro ins Ausland und somit so viel wie noch nie zuvor in einem einzelnen Monat. Bisher lag der Rekord bei 98,7 Mrd. Euro und resultierte aus dem März vergangenen Jahres.

Verantwortlich für das Umsatzplus war vor allem eine stark anziehende Nachfrage aus EU-Ländern wie beispielsweise Polen, die nicht zur Euro-Zone gehören. Hier lag das Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 6,2 Prozent. Mit einem Plus von 0,1 Prozent blieben Ausfuhren in die Euro-Zone hingegen nahezu unverändert. Exporte außerhalb Europas schrumpften sogar um 1,3 Prozent.

Importe legten im Oktober um fast drei Prozent zu und somit deutlich stärker als von Experten erwartet. Die Außenhandelsbilanz – also die Differenz zwischen Ex- und Importen – verzeichnete einen Überschuss von fast 18 Mrd. Euro.

Insgesamt summierten sich die Exporte zwischen Januar und Oktober auf 917 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 0,7 Prozent. Aufgrund der nach wie vor schwächelnden Weltkonjunktur rechnet der Außenhandelsverband BGA für das laufende Jahr im besten Fall mit einem Exportplus von rund einem Prozent.