Hamburg, 31. Juli. Nicht nur das Wetter zeigt sich in diesen Tagen von seiner äußerst freundlichen Seite. Auch die Stimmung unter den Verbrauchern steigt weiter an. Wie die Gesellschaft für Konsumklimaforschung (GfK) mitteilt, verbesserte sich der entsprechende Index für August auf 7,0 Punkte – der höchste Wert seit 2007. Zum Vergleich: Im Juli lag er noch bei 6,8 Punkten. Auch wenn der Anstieg verglichen mit den Temperaturen eher gering ausfällt, ist er in Anbetracht der nach wie vor wirtschaftlich angespannten Situation in weiten Teilen Europas bemerkenswert.

Hauptursachen für die anhaltend positive Stimmung seien laut GfK eine moderate Inflationsrate sowie die stabilen Beschäftigungsaussichten. Hier sehen sich die deutschen Arbeitnehmer in einer komfortablen Position. Nicht ohne Grund: Deutschland ist das einzige Land Europas, in dem die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Krisenjahr 2007 deutlich zurückgegangen ist. Aufgrund der stabilen Arbeitsmarktsituation hat sich für viele Arbeitnehmer die tatsächliche Einkommenssituation in den vergangenen Monaten verbessert.

Auch in punkto Konjunkturerwartung zeigen sich die rund 2.000 befragten Verbraucher optimistisch. Bereits zum dritten Mal in Folge stieg diese im Juli um 3,2 Punkte an. Insgesamt weist der Indikator damit 4,3 Zähler auf und stabilisiert sich oberhalb der Nullline, dem langfristigen Mittelwert dieser Größe.

Im Gesamtergebnis unterstreichen die Zahlen einmal mehr die hohe Bedeutung des privaten Konsums. Gerade in der aktuell schwierigen Situatiion fungiert dieser als Eckpfeiler der deutschen Konjunktur. Bereits im ersten Quartal verhinderten die positiven Ergebnisse ein Abrutschen des deutschen Bruttoinlandsproduktes ins Minus und somit in die Rezession. Es bleibt zu hoffen, dass die Stimmung unter deutschen Verbrauchern auch dann hocht bleibt, wenn die Temperaturen wieder sinken.