Hamburg, 24. Februar. Während in vielen anderen europäischen Ländern in punkto Konjunktur regelrechte Katerstimmung herrscht, knallen in Deutschlands Chefetagen die Sektkorken. Im Februar hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft überraschend den vierten Monat in Folge verbessert. So stieg das Barometer für das Geschäftsklima des Münchner Ifo-Instituts von 110,6 auf 111,3 Punkte. Experten hatten dagegen mit einer Stagnation gerechnet. Grund für die negative Erwartungshaltung waren Währungsturbulenzen in großen Schwellenländern wie der Türkei oder Indien. Zudem führten schwächer ausgefallene Konjunkturdaten in den USA zur Befürchtung, die Weltkonjunktur könnte weniger stark wachsen als erwartet. Für das laufende Jahr rechnet die deutsche Bundesregierung jedoch – nach einem Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent in 2013 – mit einem Plus von 1,8 Prozent. Sollte diese Einschätzung zutreffen, dürfte der Sekt auch am Ende des Jahres in Strömen fließen.