Hamburg, 19. März. Trotz eines durchwachsenen Jahresauftakts haben sich die Aussichten für Deutschlands Wirtschaft deutlich verbessert. Sowohl das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) als auch das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) haben ihre Prognosen für 2013 und 2014 deutlich nach oben korrigiert. So erwartet das IWH, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 1,3 % zulegt. Für 2014 rechnen die IWH-Ökonomen gar mit einem Wachstum von 2,4 %. Etwas verhaltener ist die Prognose des IfW, das seine Prognose für das laufende Jahr von 0,3 auf 0,6 % angehoben hat. Im kommenden Jahr erwartet das Institut dagegen ein Wachstum von 1,5 %. Noch Ende 2012 war die Wirtschaftsleistung in Deutschland mit 0,6 % so stark eingebrochen wie seit Anfang 2009 nicht mehr.

Seine positiven Aussichten begründet das IWH u.a. mit der Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), im Notfall Anleihen der Euro-Krisenländer zu kaufen. Dies habe zu einer Entspannung an den Finanzmärkten geführt. Zudem habe sich die Stimmung in den Unternehmen verbessert und die Weltkonjunktur insgesamt belebt. Das IfW begründete seine niedrigere Prognose dagegen mit der abwartenden Haltung vieler Investoren. Diese werde sich erst verändern, wenn sich die Zeichen eines stabilen Aufschwungs auch in den Krisen-Ländern am Rande der Euro-Zone mehrten.

Im vergangenen Jahr profitierte Deutschland noch von einer stabilen Binnennachfrage und seiner Exportstärke. Im vierten Quartal 2012 stiegen die Ausfuhren in Nicht-EU-Länder um 4,2 % auf 118 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet dies ein Plus von 1,3 % auf 271,4 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr 2012 verzeichnete der deutsche Außenhandel einen Rekordwert von rund 1,1 Bio. Euro – ein Anstieg von 3,4 % gegenüber 2011.

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