Hamburg, 14. August. Nach eher verhaltenem Start gewinnt Deutschlands Wirtschaft wieder an Fahrt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hierzulande im zweiten Quartal 2013 um 0,7 Prozent zu – der stärkste Anstieg seit mehr als einem Jahr. Im Schlussquartal 2012 war das BIP noch um 0,5 Prozent gesunken, in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres stagnierte es.

Konsumausgaben und Investitionen ziehen an

Laut Statistischem Bundesamt sind vor allem positive Impulse aus dem Inland für das Wachstum verantwortlich. Besonders der Konsum sowohl von privaten als auch öffentlichen Haushalten stieg im Vergleich zum Vorquartal an. Gleiches gilt für Investitionen. Grund hierfür seien witterungsbedingte Nachholeffekte bspw. in der Baubranche infolge des langen und kalten Winters. Zum Anstieg des BIP trugen ebenfalls die Exporte bei, die etwas stärker zulegten als die Importe. Dementsprechend positiv fiel der Außenbeitrag, also Exporte minus Importe, im Berichtszeitraum aus.

Ende der Rezession in der Euro-Zone

Auch in der Euro-Zone hellte sich das Bild zuletzt auf. So hatte Frankreich die Ökonomen mit einem starken Plus von 0,5 Prozent überrascht. Zudem zeigte sich die Wirtschaft der Krisenländer Italien und Spanien in besserer Verfassung. So sank das BIP hier nur noch um 0,2 respektive 0,1 Prozent. Wie das Europäische Statistikamt Euostat am Mittwoch mitteilte, wuchs die Wirtschaft in der Euro-Zone im zweiten Quartal um 0,3 Prozent und somit stärker als von Experten erwartet. Damit endet die längste Rezession in der Geschichte der Euro-Zone. Anderthalb Jahre lang schrumpfte die Wirtschaft in den 17 Staaten der Währungsunion.