Hamburg, 04. April. Auf der Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten setzen Investoren verstärkt auf Betongold. Aufgrund stabiler Rahmenbedingungen rückt dabei besonders der deutsche Immobilienmarkt in den Fokus. Im ersten Quartal 2013 wechselten rund 30 % mehr Gewerbeimmobilien den Besitzer, als noch im Vorjahreszeitraum. Vom Trend profitieren in erster Linie die deutschen Wirtschaftsmetropolen: So erhöhte sich das Transaktionsvolumen in den sieben deutschen A-Städten in den ersten drei Monaten um mehr als 50 % auf nun insgesamt 65 %.

Kombinierte Wohn- und Geschäftsimmobilien

Wurde der Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien im Vorjahresquartal noch überwiegend von Einzelverkäufen geprägt, ist seitens der Investoren in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ein gestiegenes Interesse an Paketverkäufen zu verzeichnen. So erreichte die Portfolioquote mit 2,3 Mrd. Euro knapp 35 %. Insbesondere der Handel mit kombinierten Wohn- und Geschäftshäusern boomt. Einem Marktbericht von Engel & Völkers Commercial zufolge ist deren Handel von 17 Mrd. Euro im Jahr 2011 auf 20,4 Mrd. Euro in 2012 angestiegen. Damit legte die Anzahl verkaufter Objekte im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 % zu.

Die verstärkte Investorentätigkeit bei einer gleichzeitig niedrigen Zubauquote führt zu steigenden Immobilienpreisen. Während die Kosten für kombinierte Wohn- und Geschäftshäuser in München um rund 21 % auf etwa fünf Mio. Euro anstiegen, legten sie in Bonn sogar um 71 % auf 830.000 Euro zu. In Hamburg blieb das Transaktionsvolumen für Wohn- und Geschäftshäuser mit rund 900 Mio. Euro dagegen nahezu stabil. Für das laufende Jahr rechnen Experten ebenfalls mit einem dynamischen Markt, wobei das Investitionsvolumen von 2012 noch übertroffen werden könnte.

Dieser Artikel ist in das Archiv verschoben worden. Falls Sie Fragen dazu haben, melden Sie sich gern über Kontakt bei faktwert.de – wir helfen Ihnen weiter.
Allgemeiner Risikohinweis für Finanzprodukte