Was Ernährung und das Nervensystem miteinander zu tun haben

Ist der Begriff „Nervennahrung“ – nur ein urbaner Mythos, um Schokolade nach dem Beziehungs-Aus zu rechtfertigen oder können wir uns wirklich unbesiegbar futtern?

Tatsächlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Es gibt durchaus bestimmte Lebensmittel, die das Nervensystem stärken, dazu zählen aber definitiv nicht Gummibärchen und Eistorte.

Ernährung gehört für den Chiropraktiker Jaan-Peer Landmann aus Rosengarten bei Hamburg ebenso zu den Säulen der Gesundheit dazu wie Bewegung und Schlaf. „Wie die anderen Säulen hat auch unsere Ernährung einen großen Einfluss auf die Gesundheit, da sie direkte Auswirkungen auf unser zentrales Nervensystem hat,“ erklärt Landmann. „Dieses durchzieht unseren gesamten Körper wie ein Netz. Seine oberste Schaltzentrale ist das Gehirn. Um richtig zu funktionieren benötigt unser Gehirn vor allem drei Dinge: Sauerstoff, Zucker und Bewegung. Gerade in Stresssituationen schreit es förmlich nach schnellem Zucker und verbraucht von der Glukose, die wir über die Nahrung aufnehmen, 25 bis zu 90 Prozent – je nach Stresslevel. Um ein kurzfristiges Tief zu überwinden, kann ein Stück Traubenzucker also tatsächlich helfen, langfristig gesehen braucht unser Nervensystem jedoch eher komplexere Kohlenhydrate und diverse Nährstoffe, um bestmöglich zu arbeiten. Auch eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mikronährstoffen ist essenziell.“

Zu den wichtigsten Vitaminen für das Gehirn zählen die des B-Komplexes. Diese sind wasserlöslich, wodurch sie sich zwar in allen wasserhaltigen Bereichen des Körpers (Zellzwischenräumen und Blut) verteilen, aber kaum gespeichert und bei übermäßigem Verzehr einfach ausgeschieden werden. Daher ist es wichtig, sie regelmäßig in die Ernährung zu integrieren – sowohl für den Stoffwechsel als auch die Stärkung des Nervensystems. Vitamin B1 wird benötigt, um Glukose verfügbar zu machen und die Nerven anzuregen, B6 fördert den Stoffwechsel von Aminosäuren (spezifische Eiweiße) und unterstützt die Bildung von Neurotransmittern – im Gehirn aktive Botenstoffe – wie GABA, Dopamin und besonders wichtig, Serotonin.

Die Mineralstoffe Magnesium und Kalzium wiederum beeinflussen die Übertragung der Nervenreize. Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele weitere wichtige (Mikro-) Nährstoffe und Vitamine. Über eine ausgewogene Ernährung können in der Regel die meisten dieser Stoffe in ausreichender Menge für das Nervensystem verfügbar gemacht werden.

Füttern Sie Ihr Nervensystem

Folgende Nahrungsmittel gehören nach Landmanns Erfahrung auf jeden Speiseplan für ein ausgeglichenes Nervensystem und sind durch ihre Inhaltsstoffe und Eigenschaften wahre Stresskiller:

  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen)
  • Mandeln
  • Ingwer
  • Petersilie
  • (Pseudo-)Getreide (Hafer, Weizenkleie)
  • Hefe
  • Gemüse (Paprika, Mangold, Brokkoli, Lauch, Spinat)
  • Oliven
  • Fleisch
  • Fisch (Lachs, Sardinen, Salzheringe)
  • Milchprodukte (Käse, Joghurt, Quark)
  • Eigelb
  • Ungesüßter Kakao und dunkle Schokolade

Aus diesen Zutaten lässt sich so einiges an leckere Speisen und gesunde Snacks kombinieren.

Für eine individuelle Beratung stehen Jaan-Peer Landmann und sein Team der Chiropraxis Landmann in Rosengarten bei Hamburg Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Hinweis: Bei all diesen Ratschlägen handelt es sich um generelle Empfehlungen.

Verantwortlicher Anbieter:

Jaan-Peer Landmann
Chiropraxis Landmann
chiropraxis-landmann.de
info@chiropraxis-landmann.de