Trier/Luxemburg. Wenn die USA husten, bekommt der Rest der Welt einen Schnupfen. Über viele Jahrzehnte hinweg schien sich diese alte Börsenweisheit stets zu bewahrheiten. Doch spätestens die weltweite Finanzkrise macht eins deutlich: Die großen Schwellenländer sind inzwischen erstaunlich immun. HWB Capital Management informiert über Entwicklungen, Risiken und Chancen in den Emerging Markets und dortigen Investments.

Bruttoinlandsprodukt und Konsum

Zwar blieben auch die Schwellenländer nicht gänzlich unbeeindruckt von der in den USA ins Rollen gekommenen Krise. Anders als die westlichen Industrienationen haben sie diese allerdings wesentlich besser und schneller verkraftet. Deutlich wird dies vor allem an den Wachstumsraten: So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2009 in China um 8,7 % und in Indien um 5,7 %, während das BIP in den USA um 2,4 % und im Euroraum um 4,1 % schrumpfte (Quelle: Berechnungen Internationaler Währungsfonds, Link). Als Eckpfeiler für Stabilität erwies sich die Konsumnachfrage insbesondere in Asien, sowohl vor, als auch während der Krise. Diese positive Entwicklung spiegelt sich ebenfalls in den Märkten wieder, die sich heute auf einem nahezu identischen Niveau wie zu Beginn der Krise im Herbst 2007 befinden.

Staatsverschuldung

Zugute kommt den Emerging Markets vor allem, dass sie in den vergangenen Jahren ihre Staatsverschuldung kräftig herunter gefahren haben. China gelang seit 1999 beispielsweise eine Halbierung. Viele westliche Industrienationen mussten hingegen zur Bekämpfung der Krise gigantische Konjunkturpakete schnüren – wodurch ihre Verschuldung ebenso wie das Risiko einer erneuten Krise deutlich gestiegen ist.

Herausforderungen

Allerdings sind auch die Märkte in den Schwellenländern nicht frei von Herausforderungen. Neben sozialen Ungleichgewichten und politischen Unsicherheiten, sieht HWB Capital Management diese insbesondere in der Inflation und Exportabhängigkeit. Durch die wirtschaftlichen Verflechtungen trafen Krisen in den Industrieländern in der Vergangenheit auch immer spürbar die Schwellenländer. So ging beispielsweise der Export von China im Jahr 2008/ 2009 deutlich zurück. Zunehmend wird diese Abhängigkeit jedoch verringert. Grund hierfür ist insbesondere die Zunahme des Handels der Emerging Markets untereinander und die demografisch bedingte Stärkung der Binnennachfrage. Neben der Exportorientierung spielt bei rasch wachsenden Industriennationen stets auch die Inflation eine wichtige Rolle. Als Folge der zunehmenden Industrialisierung erhöhen sich die Löhne und damit insgesamt die Produktionskosten. Hinzu kommen steigende Nahrungsmittel- und Rohstoffpreise, die zusätzlich inflationsfördernd wirken können. Gleichzeitig kann dies jedoch auch als Katalysator für die Automatisierung und Modernisierung der Wirtschaft in den Emerging Markets fungieren.

Ausblick

Für die weitere Entwicklung in den Schwellenländern spielen insbesondere zwei Faktoren eine bedeutende Rolle: Die demographische Entwicklung und fortschreitende Urbanisierung. Seit 1950 verzeichnen die Emerging Markets ein rasantes Bevölkerungswachstum, während in den meisten Industrieländern eine Stagnation oder ein Rückgang zu beobachten ist. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass allein in China in den kommenden Jahrzehnten aufgrund der Demographie 300 Millionen Menschen in den Mittelstand aufsteigen. Ein enormes Potenzial wird dadurch freigesetzt. Mehr Menschen werden im Zuge dessen verdienen und konsumieren, wodurch die Produktion anziehen wird und die Wirtschaft im Land weiter wächst. Eine ähnliche Entwicklung ist auch im Bereich Urbanisierung zu erwarten, da die Menschen vermehrt vom Land in die Stadt ziehen um am wirtschaftlichen Aufschwung stärker partizipieren zu können.

HWB-Fonds

HWB Capital Management profitiert vor allem mit dem Mischfonds Victoria Strategies Portfolio und dem Aktienfonds Alexandra Strategies Portfolio an der Entwicklung in den Emerging Markets. Im Vergleich zum MSCI World können beide Fonds seit Auflage eine Outperformance von 67 %, respektive 16 % aufweisen. Grund hierfür: ein wesentlicher Teil der in den Fonds befindlichen Aktien ist im Wachstumsmarkt Asien investiert. Neben einer kontinuierlichen Fundamentalanalyse steuert HWB Capital Management darüber hinaus die Gewichtung der Fondsbestandteile anhand der Signallage der HWB Future Trend Analyse. In schwachen Marktphasen sichert HWB das Marktrisiko durch derivative Absicherungstechniken ab. Gewinnchancen der Aktienmärkte werden über eine strategische Anteilsverlagerung umgesetzt. Aktuell zeigt das HWB Trendfolgesystem für alle Emerging Markets mittel- und langfristig Kaufsignale.

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Allgemeiner Risikohinweis für Finanzprodukte