Hamburg, 10. Mai. Europas Ausbau Erneuerbarer Energien schreitet voran. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte, ist der Anteil der regenerativen Energieträger an der Versorgung der EU27-Länder von 7,9 % im Jahr 2004 auf 13 % 2011 gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung um mehr als ein Drittel. Der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch ist einer der Leitindikatoren der Europa-2020-Strategie. Ziel der EU27 ist, bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 20% der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch zu erreichen.

Die nationalen Zielwerte für die jeweiligen Mitgliedsstaaten berücksichtigen deren unterschiedliche Ausgangssituationen, deren Potenzial im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Zwischen 2010 und 2011 haben beinahe alle Mitgliedstaaten ihren Anteil der regenerativen Energien am Bruttoendenergieverbrauch gesteigert. Die höchsten Anteile am Endenergieverbrauch wurden 2011 in Schweden (46,8% der verbrauchten Energie stammte aus Erneuerbaren Quellen), Lettland (33,1%), Finnland (31,8%) und Österreich (30,9%) verzeichnet. Malta (0,4%), Luxemburg (2,9%), das Vereinigte Königreich (3,8%), Belgien (4,1%) und die Niederlande (4,3%) meldeten dagegen die niedrigsten Werte. In Deutschland stieg der gesamte Bruttoinlandsenergieverbrauch von 4,8 % auf 12,3 % Im Jahr 2011 war Estland der erste Mitgliedstaat, der seinen Zielwert der Europa-2020-Strategie bereits überschritten hat.