Hamburg, 12. Dezember. Deutsche Unternehmen leiden unter Fachkräftemangel. Wie eine aktuelle Umfrage nun belegt, sind diese Probleme zum Teil hausgemacht. Unternehmen bilden ihre Mitarbeiter zu wenig weiter. Zudem fehle es oft an einer Strategie, wie Weiterbildungsinvestitionen optimal an den Qualifizierungsbedarf angepasst werden können. Dabei ist Weiterbildung ein adäquates Mittel, um Mitarbeiter langfristig an ein Unternehmen zu binden – und dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen.

Dass akademisch qualifizierte Fachkräfte in Zukunft immer schwerer zu finden sein dürften, ist den meisten Firmen bekannt. Eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 220 Personalverantwortlichen verdeutlicht diesen Aspekt zusätzlich. 90 % der Befragten berichten von Rekrutierungsproblemen, wobei sie künftig sogar mit einer Verschärfung der Situation rechnen. Dennoch investieren Unternehmen zu wenig in Qualifizierung und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. In 60 % der Unternehmen stehen jährlich weniger als fünf Weiterbildungstage pro akademischer Fachkraft zur Verfügung, in jedem siebten Betrieb sind es sogar höchstens zwei Tage.

In vielen Betrieben besteht zudem eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem Qualifizierungsbedarf und den angebotenen Weiterbildungen besteht. So legen vier von fünf Unternehmen großen Wert auf Soft Skills, während nur ein Fünftel der Personaler diese Qualifikation im erwünschten Ausmaß bei den Bewerbern vorfindet. Trotz dieses Missverhältnisses forcieren lediglich 44 % der Unternehmen das Training sozialer Kompetenzen. Wichtiger ist ihnen die Vermittlung von Fachwissen und das Training von Führungskräften.

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