Otto, Fielmann, Albrecht – hinter diesen Namen stehen einige der reichsten Familien Deutschlands. Eine konsequente wie nachhaltige Vermögensverwaltung ist hier von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund entschließen sich wohlhabende Familien oder Einzelpersonen – High Networth Individuals – oftmals dazu, ihre Geldangelegenheiten auszulagern. Family offices zeigen sich für diesen Bedarf bereits seit dem 19. Jahrhundert bestens aufgestellt.

In Deutschland sind etwa 50 dieser Full-Service-Institutionen verzeichnet. Insgesamt verwalten sie ein Volumen von rund 650 Mrd. Euro. Und das sehr erfolgreich, wie eine aktuelle Untersuchung beweist. Laut der repräsentativen Studie „Mythos Family Office 2010“ des Bayerischen Finanz Zentrums verzeichneten rund 80% der befragten Institutionen in den vergangenen beiden Jahren keine Liquiditätsengpässe innerhalb des verwalteten Vermögens.

Was steckt dahinter?

Family offices bieten verwaltende, organisierende und beratende Dienstleistungen für gehobene Ansprüche an. Sie unterstützen Privatpersonen mit größerem Vermögen in der Realisierung ihrer finanziellen Zielsetzungen. Dabei zeichnen sie sich durch ihre Vielschichtigkeit aus. „Große Vermögen sind oftmals komplex zusammengesetzt: Zwischen Immobilien, Firmenanteilen oder Kunstgegenstände ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten bzw. das Optimum herauszuholen. Hier ist die Kompetenz verschiedener Experten gefragt“, weiß Oliver Heller, Vorstand und Partner der A/VENTUM family office AG. Aus diesem Grund verfügen family offices meist über ein großes externes Netzwerk aus unabhängigen Spezialisten z.B. in Steuer- oder Rechtsfragen. Sie zeigen objektive Ideen zur Optimierung der Vermögensstrukturen auf – in rechtlicher wie auch in steuerlicher Hinsicht. Auch in Fragen von Generationsübergängen wie Erbangelegenheiten bieten familiy offices eine Stütze. Bei möglichen Konflikten fungieren sie als Moderator und Mediator, um eine optimale Lösung für die Vermögensverwaltung zu finden.

Ganzheitlich, professionell, diskret

Um in diesem Netzwerk aus Spezialisten und Experten stets die Abläufe im Blick zu behalten, nimmt das family office darüber hinaus die Position eines Supervisors ein. „Natürlich überwachen wir alle nötigen Arbeitsprozesse einbezogener Dienstleister“, erklärt Heller. Dabei behält stets der Mandant die letzte Entscheidungsgewalt, beispielsweise bei Fragen rund um die strategische Ausrichtung oder die Auswahl der Assetmanager. Um den Klienten immer auf dem neuesten Stand zu halten sowie zur Erfolgskontrolle dienen monatliche und jährliche Reportings.

„Ein besonderer Aspekt ist das Vertrauen. Unsere Kunden schätzen die Diskretion, die wir ihnen bieten“, beschreibt Heller. So sei eine partnerschaftliche und vertrauensvolle Verbindung zwischen Klient und Dienstleister das A und O. „Nur auf dieser Basis ist eine langfristig orientierte, erfolgreiche Partnerschaft möglich.“

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