Hamburg, 11. August. Die Erwartungen deutscher, österreichischer und schweizerischer Family Offices an Private Equity Investments sind groß. Die durchschnittliche jährliche Renditeerwartung liegt bei 13,6 %. Ein solcher Renditemotor im Portfolio ist auch notwendig, wenn die Family Offices ihre ambitionierten Zielrenditen von durchschnittlich 7,2 % (Bruttozielrendite) erreichen wollen. Entsprechend stark investieren sie in die alternative Assetklasse, so eine aktuelle FinanzmarktMonitor-Studie der Schleus Marktforschung.

Private Equity ist für viele Family Offices ein fester Bestandteil der Asset Allocation. Fast zwei Drittel setzen auf diese Anlageform. Der Anteil am Gesamtvermögen liegt bei 7,4 % – und damit deutlich höher als in den Portfolien der meisten institutionellen Anleger. Deutliche Unterschiede zeigen sich beim Vergleich zwischen Single und Multi Family Offices. So investieren die, zumeist kleineren, Single Family Offices signifikant höher in Private Equity als Multi Family Offices.

Knapp ein Viertel der Befragten will in den kommenden zwölf Monaten weiter in Private Equity investieren. Nur 11 % wollen sich aus der Assetklasse binnen Jahresfrist zurückziehen. „Für Family Offices werden Firmenbeteiligungen als alternative Anlage auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen“, so René Schleus, Geschäftsführer der Schleus Marktforschung.

Für die Studie wurden von Juni bis Juli 2011 insgesamt 46 Family Offices in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt, darunter 20 Single Family Offices und 26 Multi Family Offices. 17 % der befragten Family Offices verwalten ein Vermögen von bis zu 250 Mio. EUR, 22 % zwischen 250 und 499 Mio. EUR, 39 % zwischen 500 und 1 Mrd. EUR, weitere 22 % mindestens 1 Mrd. EUR. Das durchschnittlich betreute Vermögen beläuft sich auf rund 670 Mio. EUR. Die Ergebnisse der Studie sind nicht repräsentativ, geben jedoch einen interessanten Einblick in den Umgang mit Firmenbeteiligungen in Family Offices.

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