Hamburg, 24. Dezember. Trotz Euro-Krise erwarten Experten in diesem Jahr ein positives Weihnachtsgeschäft. Im Vergleich zum Vorjahr halten sie eine Steigerung um neun Prozent für realistisch. Durchschnittlich werde sich jeder Verbraucher seine Weihnachtsgeschenke 285 Euro kosten lassen. Insgesamt kann der Einzelhandel mit einer Gesamtsumme von 14,9 Mrd. Euro rechnen.

Konsumklimaindex fällt auf 5,9 Punkte

Auf der Suche nach Geschenken für die Liebsten strömen Menschen jedes Jahr zur Weihnachtszeit in die Geschäfte oder nutzen Einkaufsplattformen im Internet. Auch in diesem Jahr ändert sich daran nichts – obwohl sich die Konsumfreude der Deutschen im Dezember laut der Gesellschaft für Konsumklimaforschung (GfK) eintrübt. In diesem Monat fällt der durch die GfK erhobene Konsumklimaindex voraussichtlich um 5,9 Punkte. Zum Vergleich: Im Oktober und November lag der Wert noch bei 6,1 Punkten.

Einkommenserwartungen gehen deutlich zurück

Hauptursache für die Zurückhaltung der Deutschen sei die Verunsicherung infolge der Euro-Krise und der spürbar sinkenden Konjunktur. Dennoch biete der private Konsum auch weiterhin eine wichtige Stütze. Daher hätten sich die einzelnen Faktoren, aus denen der Konsumklimaindex berechnet wird, uneinheitlich entwickelt. So behaupteten sich die Erwartungen der Verbraucher zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands im vergangenen Monat auf einem niedrigen Niveau. Gleichzeitig gingen jedoch die Einkommenserwartungen der Verbraucher deutlich zurück.

Im Zuge der sich verschlechternden Einkommenserwartungen verringerte sich im November auch die Kauflaune der Verbraucher. Dennoch bleibe auch sie auf einem hohen Niveau. Grund hierfür sei die nach wie vor gute Beschäftigungslage hierzulande. Dadurch verringere sich die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust und stärke die Planungssicherheit, insbesondere im Hinblick auf größere Anschaffungen, so die GfK.

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