Berlin, 26. Februar. Die Stadt Heidelberg setzt sich gemeinsam mit vielen unterschiedlichen Partnern für die Nutzung der Erneuerbaren Energien ein. Es gibt eine Reihe von Projekten, die von verschiedenen öffentlichen und privaten Akteuren umgesetzt werden, so auch die direkte Versorgung eines Mietshauses mit Strom vom eigenen Dach. Für die vielen Projekte und das Ziel einer klimaneutralen Stadt zeichnet die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) die Stadt mit dem Titel „Energie-Kommune“ aus.

In der Nachbargemeinde Nußloch beziehen Mieterinnen und Mieter Solarstrom vom eigenen Dach. Damit gehen die Heidelberger Energiegenossenschaft und die Baugenossenschaft Familienheim Heidelberg gemeinsam neue Wege. Sie bieten allen Bewohnern einen günstigen Solarstromtarif. Der Preis liegt mit derzeit 25,4 Cent unter dem Preis des Grundversorgers. Hinzu kommt ein Grundpreis von 6,95 Euro. Darüber hinaus haben die Bewohner die Möglichkeit, sich über die Energiegenossenschaft an der Anlage zu beteiligen. So haben die Mieterinnen und Mieter Gelegenheit doppelt zu profitieren: Sie können in die Anlage investieren und exklusiv Solarstrom zu einem günstigen Preis beziehen.

Damit können sich die Mieterinnen und Mieter unabhängig von zukünftigen Strompreissteigerungen machen. Die Solarmodule mit einer Fläche von insgesamt über 3000 Quadratmeter erzielen eine Spitzenleistung von 445,5 Kilowatt. Sie sind parallel zum Dach befestigt und wie die Dächer selbst nach Osten und Westen ausgerichtet. So können circa 370.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden. Derzeit beziehen 116 Parteien den Strom vom eigenen Dach. Für die reibungslose Belieferung kooperiert die Heidelberger Energiegenossenschaft bei diesem Projekt mit einem Grünstromhändler.

„Heidelberg bietet viele innovative Ansätze beim Umbau der Energieversorgung in Deutschland“, so Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der AEE. „Mit dem Projekt „Neue Heimat“ verdeutlicht Heidelberg zudem, dass direkt verbrauchter Strom aus Erneuerbaren Energien mittlerweile günstiger sein kann als konventioneller Strom aus dem Netz und dass inzwischen jeder davon profitieren kann.“

Pressekontakt:
Agentur für Erneuerbare Energien e.V.
Benjamin Dannemann
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Invalidenstraße 91
10115 Berlin
Tel: 030 200535 47
Fax: 030 200535 51
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