Hamburg, 18. April. Für das kommende Jahr rechnet die deutsche Bundesregierung mit einem ausgeglichenen Staatshaushalt. In 2016 und 2017 seien dann auch wieder Überschüsse von jeweils rund einem halben Prozent möglich. Zum Vergleich: Im laufenden Jahr wird ein Defizit von 0,5 % erwartet. Grundannahme hierfür ist ein Wirtschaftswachstum von 0,4 % in 2013 und 1,6 % in 2014. Von 2015 bis 2017 wird dann mit einem durchschnittlichen Wachstum in Höhe von 1,5 % gerechnet.

Entspannung bei der Schuldenstandsquote

Auch in Bezug auf die Schuldenstandsquote entspannt sich die Situation bis 2017. Betragen die Staatsschulden, gemessen an der Jahres-Wirtschaftsleistung, im laufenden Jahr noch 80,5 %, sollen sie dann bis 2017 auf 69 % sinken.

Deutschland auf dem Sprung zum Vize-Exportweltmeister

Auch beim Export hellt sich das Bild wieder auf. Nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) steigt die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr hinter China wieder auf den zweiten Rang auf. 2010 hatte die Bundesrepublik den zweiten Platz an die USA verloren. Damals verbuchten die Vereinigten Staaten mit 8,4 % einen geringfügig höheren Anteil an den weltweiten Ausfuhren als Deutschland, das auf 8,3 % kam. Seit diesem Zeitpunkt hat sich an der Reihenfolge bei den drei größten Exportnationen nichts verändert. Nun jedoch setzt Deutschland wieder zum Sprung auf Platz zwei an, was aus zwei wesentlichen Gründen gelingen könnte. Einerseits ziehen deutsche Ausfuhren laut DIHK deutlich stärker an als die amerikanischen. Anderseits erwarten Experten einen – im Vergleich zum US-Dollar – stärker notierenden Euro. Dies würde sich ebenfalls positiv auf die Gesamtrechnung auswirken.