06. Januar. Erstmals seit 1997 werden 2014 in Deutschland voraussichtlich mehr Etagenwohnungen entstehen als Ein- oder Zweifamilienhäuser. Laut Schätzungen des Münchner ifo Instituts für Wirtschaftsforschung wird die Bauwirtschaft rund 115.000 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern fertigstellen. Im Vergleich zu 2010 bedeutet dies eine Verdoppelung. Auf Ein- und Zweifamilienhäuser entfallen hingegen rund 110.000 Wohnungen.

Aufgrund niedriger Zinsen investieren Anleger aktuell vorzugsweise in Immobilien. Vor diesem Hintergrund erlebt auch der Wohnungsbaumarkt derzeit einen regelrechten Boom. Laut Einschätzung der Forscher wird sich der Trend hin zum Geschosswohnungsbau weiter fortsetzen. Darauf deutet zumindest die Zahl der Baugenehmigungen in den ersten drei Quartalen 2013 hin. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine Zunahme von gut 25 Prozent. Der Zuwachs bei Einfamilienhäusern beschränkt sich hingegen auf lediglich ein Prozent.