Hamburg, 25. August. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres präsentierten sich die Akteure auf dem gewerblichen Immobilienmarkt in Deutschland weiterhin in Kauflaune. Dementsprechend hoch fielen die Transaktionsumsätze aus. Um etwa 31 Prozent auf gut 17 Mrd. Euro legte das Volumen im ersten Halbjahr zu. Auf dem Bürovermietungsmarkt zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. Zwar stagnierte der Flächenumsatz und erreichte gut 1,2 Mio. m2, die Spitzen- und Durchschnittsmieten stiegen in fast allen Märkten. Verantwortlich hierfür war das weiterhin rückläufige Flächenangebot – insbesondere in zentralen Lagen von Immobilienhochburgen wie Berlin, Hamburg oder München. Die Entwicklung im Detail skizziert eine sechsteilige Informationsserie auf Basis einer Studie des Immobilienberaters Colliers International. Im ersten Teil steht dabei Berlin im Fokus.

Flächenumsatz

Im ersten Halbjahr 2014 lag der Flächenumsatz in der Bundeshauptstadt bei rund 293.000 m² – ein Plus von gut 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hauptverantwortlich für den Anstieg waren eine Reihe von Großanmietungen über 5.000 m² bspw. von der Deutschen Post oder Amazon. Als Umsatztreiber zeigte sich mit einem Anteil von knapp einem Drittel des Gesamtumsatzes die Branche Informa­tion und Kommunikation. Der Flächenumsatz im kleinsten Bereich bis 500 m2 ging hingegen erheblich zurück.

Mieten

Während die Durchschnittsmiete mit 13,50 Euro/m² Bürofläche im Jahresvergleich nahezu unverändert blieb, kletterte die Spitzenmiete um etwa drei Prozent auf 22,50 Euro/m². Hochpreisige Abschlüsse verdeutlichen die Wahrnehmung und Akzeptanz von Unternehmen, für hochwertige Flächen in den Top-Innenstadtlagen Mietpreise zwischen 17,00 und 22,50 Euro/m² zu zahlen.

Angebot und Leerstand

Der Leerstandsabbau setzte sich weiter fort und lag Ende Juni bei rund 1,04 Mio. m2, was einer Quote von rund sechs Prozent ent­spricht. Dazu trug im Wesentlichen die stabile Nachfrageentwicklung insbesondere expansiver Unternehmen aus dem Bereich der Kreativ­wirtschaft bei. Colliers International erwartet bis zum Jahresende die Fertigstellung von etwa 182.000 m2 Bürofläche – wovon bereits 90 Prozent vorvermietet seien.

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