Hamburg, 15. Juli.  Über Jahre hinweg ein zweistelliges Wachstum. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Verbands der deutschen Internetwirtschaft e.V. (Eco). Für dieses Jahr geht der Verband von einem Umsatzplus in Höhe von 10,9 Prozent auf 62,7 Mrd. Euro aus. Bis 2016 soll der Umsatz dann weiter auf über 87 Mrd. Euro steigen. Bereits heute beträgt der Anteil der Branche am deutschen Bruttoinlandsprodukt ein Viertel.

Laut Studie zählen zur Internetwirtschaft unterschiedlichste Branchen. Dazu gehören u.a. Soziale Netzwerke, Bezahldienste, Video- und Musikportale aber auch Anbieter von Cloud-Diensten. Diese virtuellen Speicherdienste und verwandte Angebote wachsen bis 2016 durchschnittlich um ein Drittel auf 9,6 Mrd. Euro. Zweiter Wachstumstreiber ist der Bereich E-Commerce, der in vier Jahren gut 28 Mrd. Euro erlösen wird. Zum Vergleich: In diesem Jahr sind es 22 Mrd. Euro.

Der aktuelle Trend in der Branche sei laut Studie Multi-Channel. So verkaufe inzwischen jeder fünfte stationäre Händler seine Ware inzwischen zusätzlich über einen eigenen Online-Shop. Auf der anderen Seite suchen reine Internethändler mittlerweile den Weg in die reale Welt. So betreibt bspw. Zalando in Berlin einen Outlet-Store.

Aufgrund der wirtschaftlich positiven Entwicklung in der Branche erwarten Experten einen – wenn auch kleinen – Job-Boom. Rund 80.000 neue Arbeitsplätze könnten rund um das Internet entstehen.