Hamburg, 01. August. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten gelten Immobilien als fester Anker. Sie profitieren von hoher Wertstabilität und attraktiven Renditen. Insbesondere der deutsche Immobilienmarkt erfreut sich bei Investoren hoher Beliebtheit. Doch auch in anderen Ländern wie bspw. der Türkei zeigt sich ein steigendes Interesse. Allein im ersten Halbjahr legten die Investionen ausländischer Anleger auf dem türkischen Immobilienmarkt um mehr als 50 Prozent zu. 7.145 nicht-inländische Investoren erwarben in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein Grundstück oder eine Immobilie. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum lag die Zahl bei 3.107.

Russische Investoren an erster Stelle

Die 7.145 erworbenen Immobilien bestanden laut Daten des türkischen Ministeriums für Umwelt und Städteplanung aus 916 Landparzellen sowie 6.229 Wohneinheiten. Mit 1.388 Akquisitionen standen Investoren aus Russland an erster Stelle, gefolgt von Briten mit 720 und deutschen Anlegern mit 653 Immobilien.

Gesetzesänderung befeuert Immobiliennachfrage

Ein wesentlicher Grund für die steigende Nachfrage sehen Experten in der Vereinfachung der Gesetze, die den Kauf von Immobilien durch ausländische Investoren in der Türkei regeln. Demnach gewährt das Land am Bosporus Ausländern, die eine Immobilie erwerben, fortan gleichzeitig auch eine Aufenthaltsgenehmigung. Dies mache Investitionen besonders für Investoren aus Russland, Südostasien und den arabischen Ländern interessant.

Bereits im vergangenen Jahr stiegen die durch ausländische Investoren getätigten Immobilienkäufe im Vergleich zu 2011 um 31 Prozent auf 2,6 Mrd. US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2013 halten Experten Verkäufe im Wert von 3 Mrd. US-Dollar für realistisch.