Hamburg, 19. August. Japans Ausfuhren legten binnen Jahresfrist um 12,2 Prozent zu. Damit fiel der Anstieg so stark aus wie zuletzt vor drei Jahren. Die Exportindustrie profitierte dabei insbesondere von einem schwachen Yen.

Ausfuhren in die USA und Europa mit zweistelligen Wachstumsraten

Aufgrund der lockeren Geldpolitik hat die japanische Währung seit November 2012 um rund 20 Prozent an Wert verloren. Dies führt zu einer deutlichen Stärkung der exportlastigen japanischen Industrie und spiegelt sich in den nun veröffentlichten Zahlen entsprechend wider. Dabei legten die Ausfuhren in alle wichtigen Wirtschaftsmärkte zu. In die USA betrug das Plus 18,4 Prozent, nach Europa 16,6 Prozent und nach China 9,5 Prozent.

Fehlbetrag auf dritthöchstem Stand in der Geschichte

Ungeachtet der stärkeren Ausfuhren wies die japanische Handelsbilanz im Juli den 13. Monat in Folge ein Defizit aus. Grund hierfür war der starke Anstieg der Importe in Höhe von 19,6 Prozent. Aufgrund des fallenden Yens verteuern sich die Importe und lassen den Fehlbetrag in der Bilanz anwachsen. Im Juli betrug dieser eine Billion Yen bzw. 7,7 Mrd. Euro – der dritthöchste Stand in der Geschichte Japans.