Hamburg, 12. August. Jugendliche und junge Menschen denken in Bezug auf Finanzfragen mehrheitlich solide. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag veröffentlichte repräsentative Studie1 des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Insgesamt 1017 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 29 wurden im Rahmen der Untersuchung befragt.

Insbesondere im Hinblick auf das Thema Altersvorsorge scheinen Jugendliche und junge Erwachsene sensibilisiert. 80 % der Befragten vertreten die Meinung, dass mit jener Vorsorge nicht früh genug begonnen werden kann. Ebenfalls im Fokus steht das Thema Sparen. Ein Großteil (74 %) legt sein Geld sprichwörtlich auf die hohe Kante, um Rücklagen zu bilden. Gut ein Drittel (34 %) denkt dabei an die Versorgung im Alter.

Ebenfalls auffällig: Trotz Finanzkrise und der Diskussion um die Seriosität von Beratern und Finanzdienstleistern, vertrauen junge Menschen in Geld- und Finanzfragen mehrheitlich (53 %) Banken, knapp gefolgt von den Eltern mit 52 % sowie Finanzdienstleistern und Finanzberatern auf Platz drei mit 49 %. Generell stehen Jugendliche und junge Erwachsene den Themen „Finanzen“ und „Geld“ trotz Wirtschaftskrise und Turbulenzen an den Kapitalmärkten nach wie vor offen gegenüber. So bezeichnen sich 75 % von Ihnen als „sehr“ bzw. „etwas“ interessiert. Für über 90 % sind die Themen „voll und ganz“ bzw. „weitgehend“ wichtig. Mehr als 85 % halten sie für „aktuell“. Auf der anderen Seite empfindet der überwiegende Teil der Befragten (65 %) diese Themen aber auch als „kompliziert“, „belastend“ (63 %) und „anstrengend“ (62 %).

Vor diesem Hintergrund ist es besonders interessant, wie sich Jugendliche und junge Menschen über Finanzfragen informieren. Insgesamt 80 % geben an ihre Eltern, die Bank und das Internet zu nutzen, um das eigene Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Im Gegensatz hierzu schneiden bspw. Verbraucherzentralen mit 25 % deutlich schlechter ab. Finanzdienstleistern und Banken kommt bei der Finanzbildung junger Menschen somit eine nicht zu unterschätzende Verantwortung zu. Es bleibt zu hoffen, dass sie sich dieser bewusst sind.

1 Die vollständigen Ergebnisse der Studie „Ohne Moos nix los“ finden Sie unter folgendem Link: http://www.wdr.de/unternehmen/presselounge/pressemitteilungen/2011/08/_img_pdf/Studie_Finanzwissen.pdf

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