Regensburg, 17. Mai. Jährlich sterben bis zu 40.000 Menschen in Deutschland durch mangelnde Krankenhaushygiene. Etwa 700.000 Patienten infizieren sich hier laut Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) mit Keimen. Hieran zeigt sich die Bedeutsamkeit umfassender Sterilisationssysteme – um Patienten so letztlich gesünder und nicht kranker zu machen. Während einer Research-Reise nach Skandinavien informierten sich Lacuna und ihr Anlageberater Adamant Biomedical Investments, beide Experten für weltweite Gesundheitsmärkte, bei dem schwedischen Unternehmen Getinge über Marktumfeld und Fortschritte im Bereich der Infektionskontrolle.

Marktüberblick: Sterilisationsgeräte

Laut dem GIA-Bericht1 weist der Markt für Sterilisationssysteme und Equipment bis 2015 ein jährliches Volumen von etwa 1,9 Mrd. € auf. Größter Markt für medizinische Sterilisationssysteme sind dabei die USA, gefolgt von Europa und Japan. Als Haupttreiber benennt der Bericht zum einen den andauernden Bedarf an effizienter Desinfektion und Kontrollmaßnahmen für Kontamination. Zum anderen gelten wiederkehrende Ausbrüche von Infektionskrankheiten neben der Bedrohung durch biologische und chemische Waffen als Gründe für den fortgesetzten Einsatz von Kontrollsystemen. Diese beinhalten unter dem Oberbegriff Infektionskontrolle sowohl Komplettlösungen für Krankenhäuser als auch einzelne Segmente wie die Endsterilisation von Pharmazeutika, Isolationstechnologien oder Reinigungsgeräte für Labore. Neben den allgemeinen Anforderungen an Sterilisationsgeräte (s. Infokasten) müssen diese festgelegte Umweltstandards erfüllen und durch eine einfache Handhabung sowie sicheren Betrieb überzeugen.

Markteinblick: Getinge

Als einer der weltweit führenden Hersteller blickt Getinge bei der Infektionskontrolle auf mehr als 100 Jahre Erfahrung zurück. In den einzelnen Geschäftsbereichen dieses Segments – Gesundheitsversorgung, Pharmazeutika und Forschung – erwirtschaftete das schwedische Unternehmen 2010 einen Nettoumsatz von über 552 Mio. €. Ihr Sortiment umfasst architektonische Planung für den Einbau der Systeme, Produktion der Komponenten, Systeme für die Rückverfolgung sterilisierter Geräte und Anleitung bei der Handhabung der Maschinen. So legt das Unternehmen großen Wert auf die Beratung und Schulung von Kunden sowie deren Mitarbeitern. „Neben beständiger Produktinnovation ist der Kundenservice aus meiner Sicht einer der Hauptgründe für die führende Marktposition des skandinavischen Unternehmens“, zeigt sich Thomas Hartauer, Vorstand der Lacuna AG, überzeugt.

Darüber hinaus rückt Getinge den Faktor Umweltverträglichkeit von Produkten besonders in den Fokus. In einer Zeit, in der die Wasservorkommen zunehmend knapper werden und die Endlichkeit fossiler Energieträger vermehrt in das Bewusstsein rückt, erhöht sich die Bedeutsamkeit dieser Geschäftsausrichtung. Getinge WD46 Turbo, ein neues Reinigungs- und Desinfektionsgerät, trägt diesen Anforderungen Rechnung. Dank eines besonderen Umwälzsystems verringert sich der Wasserverbrauch deutlich. Gleichzeitig wird mit diesem Gerät auch der Bedarf an Reinigungsmitteln und Energie minimiert. Insgesamt reduziert sich die Prozessdauer der Desinfektion durch die Produktneuerung um 25%.

Informationen für Investoren

Geräten zur Infektionskontrolle kommt eine anhaltend hohe Bedeutung zu. Während der Bedarf konstant bleibt, wachsen die Anforderungen kontinuierlich an. Neben Effizienzsteigerung und Verbesserungen in der Handhabung bestimmen umweltbezogene Erwartungen die Produktinnovationen. „Jeder von uns benötigt in seinem Alltag – direkt oder indirekt – effiziente und effektive Desinfektionstechniken“, so Hartauer. „Dieser Bedarf impliziert ein entsprechend nachhaltiges Wachstumspotenzial dieses Wirtschaftsbereichs. Im Sinne des Wortes bietet Getinge ein keimfreies und nachhaltig gesundes Investmentumfeld, deshalb ist es auch mit 2,17% eine der stärksten Positionen in unserem Medtech Fonds.“

Fondsdaten Lacuna – Adamant Global Medtech:

ISIN / WKN: LU0385207252 / A0Q8LU

Aufgelegt: 15.09.08

Ertragsverwendung: thesaurierend

Fondswährung: EUR

Depotbank: DZ PRIVATBANK S.A.

Anlageberater: Adamant Biomedical Investments AG

Performancefee: 15% der 1% p.Q. übersteigenden Performance (High Watermark)

Ausgabeaufschlag: 5,00% p.a.

Management/Verwaltungsgebühr: 1,75% p.a.

Performance seit Auflegung: 26,34% (Datenstand: 13.05.2011)

1 Vgl. http://www.prweb.com/releases/sterilization_systems/sterilization_equipment/prweb4677764.htm