Hamburg, 10. März. Vor drei Jahren schaltete Japan aufgrund der Reaktorkatastrophe in Fukushima alle 48 Atomreaktoren ab. Seitdem ist das Land auf teure Gas- und Ölimporte umgestiegen. Allein im Januar stiegen die Energieimporte fast doppelt so stark wie die Exporte. Die höheren Belastungen wirken sich auch immer stärker auf die Wirtschaftsleistung des Landes aus, da von staatlicher Seite weniger Geld für Investitionen zur Verfügung steht. So wuchs die Wirtschaft Japans im letzten Quartal 2013 nur um 0,7 Prozent und lag somit deutlich unter den Prognosen der Regierung, die von einem Anstieg um ein Prozent ausging. Ökonomen hatten sogar ein noch stärkeres Wachstum erwartet. Da eine schnelle Aktivierung der Atomreaktoren im Land aktuell nicht zu erwarten ist, dürfte die japanische Wirtschaft auch in den kommenden Monaten kaum signifikant wachsen. Es dürfte daher noch eine gewisse Zeit dauern, bis Japans Wirtschaft wieder erstrahlt.