Hamburg, 03. Dezember. Deutschlands Wirtschaft präsentierte sich in den vergangenen Monaten weitestgehend krisenrobust. Zunehmend ziehen jedoch dunklere Wolken am deutschen Konjunkturhimmel auf. Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt das Wirtschaftswachstum hierzulande im laufenden Quartal zum Erliegen. So weist das DIW Konjunkturbarometer für die letzten drei Monate gegenüber dem Vorquartal eine Stagnation aus. Noch im Oktober erwarteten Ökonomen eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal von 0,2 %.

Hauptursache für die Schwäche ist nach Ansicht von Experten die anhaltende Krise im Euroraum, die sich in einer sinkenden Nachfrage widerspiegelt. Aufgrund der Unsicherheit halten sich deutsche Unternehmen mit Investitionen zurück. Dies wirkt sich zusätzlich belastend auf die Wirtschaft aus und hat entsprechend negative Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Aufgrund der Konjunkturflaute hält die Bundesagentur für Arbeit (BA) einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf über drei Millionen für denkbar. Über das Jahr hinweg rechnet BA-Chef Frank Weise mit einer stagnierenden Entwicklung. Aktuell präsentiere sich der Arbeitsmarkt jedoch robust. Im November sank die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland um nur noch 2.000 auf 2,751 Mio. Ohne den in dieser Jahreszeit üblichen Herbstaufschwung wäre die Zahl um 5.000 gestiegen. Derzeit liegt die Arbeitslosenquote bei 6,5 %.

Auch die Ökonomen des DIW rechnen in den kommenden Monaten mit einem – wenn auch nur vorübergehenden – leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Gestützt werde die deutsche Wirtschaft jedoch durch die gute Einkommensentwicklung und die daraus resultierende höhere Binnennachfrage.

Mit Blick auf das kommende Jahr erwartet das DIW positive Impulse insbesondere aus den großen Schwellenländern wie China. Steigt dort die Nachfrage nach deutschen Exporten, erwarten die DIW-Ökonomen auch wieder stärkere Investitionen der Unternehmen.,

Dieser Artikel ist in das Archiv verschoben worden. Falls Sie Fragen dazu haben, melden Sie sich gern über Kontakt bei faktwert.de – wir helfen Ihnen weiter.
Allgemeiner Risikohinweis für Finanzprodukte