Regensburg, 14. September. Investoren setzen in Deutschland vermehrt auf Windenergie. Das liegt nicht zuletzt auch an den aussichtsreichen Ertragschancen. Sie werden auf der Grundlage des IWET-Index, auch Keiler Häuser Index genannt, errechnet. Dieser Windindex ist ein statistischer Wert, der auf Basis der tatsächlich produzierten Windenergiemenge angibt, wie hoch das durchschnittliche Windaufkommen an einem Standort in einem bestimmten Monat ist. „Hierzu listet der Index 25 Regionen in Deutschland auf, unsere Projekt-Standorte liegen aktuell in der Region 25, in Bayern“, erklärt Lacuna-Vorstand Thomas Hartauer.

Aufgrund sich unterschiedlich entwickelnder Windjahre kommt es dabei regelmäßig zu Anpassungen des Index – sowohl nach unten als auch nach oben. Da das Windaufkommen in den vorangegangenen Jahren vergleichsweise geringer ausfiel, wurde der Index zu Anfang 2012 herabgesetzt. Für bereits kalkulierte Projekte entsteht so die Notwendigkeit, ein neues Windgutachten einzuholen, das auf der Basis der aktuellen Indexzahlen angepasst werden muss. Dann erfolgt eine Nachkalkulation des Windprojekts, um die erwartbaren Erträge anzugleichen und damit im aktuellen Fall sehr wahrscheinlich zu senken. „Verständlich, dass viele Anbieter lieber darauf verzichten“, kommentiert Hartauer. „Zumal auch bereits veröffentlichte Renditeprognosen gegebenenfalls korrigiert werden müssten. Denn weniger Wind bedeutet normalerweise auch eine geringere Gewinnerwartung.“

Eine Anpassung der Projektkalkulation sollte somit vor allem aus Gründen der Transparenz gegenüber den Anlegern erfolgen. Sie sollten die tatsächlichen Projektparameter kennen und nicht auf alte Daten setzen. Dies fordert im Übrigen auch der Gesetzgeber.

„Daher haben wir nach Bekanntgabe der Windindex-Korrektur eine erneute Kalkulation bei unserem Beteiligungsangebot Lacuna Windpark Feilitzsch durchgeführt“, erläutert der Lacuna-Vorstand. „Im Ergebnis können wir Investoren dennoch gleichbleibende Renditechancen bieten, da wir z.T. bessere Verträge aushandeln konnten“, resümiert Thomas Hartauer.

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