Regensburg, 18. Oktober. Intraday-Schwankungen im zweistelligen Prozentbereich waren in den letzten Monaten keine Seltenheit. In der Konsequenz steigt die Nachfrage nach Investments, die als krisensicher und wertbeständig gelten, wie z.B. Immobilien. Dazu zählen vorrangig offene Immobilienfonds (OIF), auf die ein Großteil des indirekten Immobilienbesitzes deutscher Anleger entfällt. Eine Neubewertung von Immobilienvehikeln sei inzwischen jedoch unumgänglich, betonen Marktexperten. Hintergrund: Große Liquiditätsprobleme offener Immobilienfonds im Zuge der Finanzkrise auf der einen Seite und Änderungen in der Gesetzgebung von OIFs auf der anderen Seite haben das Rendite-Risiko-Profil dieser Anlageform deutlich verändert. Daher rücken Real Estate Investment Trusts (REITs), steuerlich begünstige und börsennotierte Immobilienaktien, als Assetklasse verstärkt in den Vordergrund. Insbesondere etablierte REIT-Märkte wie die USA bieten dabei u.a. den Vorteil einer hohen Diversifikation, die so das Rendite-Risiko-Profil eines Portfolios verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt ebenfalls die aktuelle Studie „Portfolioeigenschaften von US-REITs für Euro-Anleger“, die im Auftrag der Regensburger Lacuna AG durchgeführt wurde. Wesentlich dabei ist, dass sowohl risikofreudige als auch risikoaverse Investoren von den Diversifikationseffekten profitieren können.

Rahmendaten: Studie „Portfolioeigenschaften von US-REITs für Euro-Anleger“

Anfang September 2011 stellte Prof. Steffen Sebastian, Inhaber des Lehrstuhls Immobilienfinanzierung an der Universität Regensburg, die im Auftrag der Regensburger Lacuna AG durchgeführte Studie „Portfolioeigenschaften von US-REITs für Euro-Anleger“ fertig. Im Rahmen dieser Studie wurde untersucht, welchen Einfluss eine Beimischung von US-REITs auf die Zusammensetzung eines Portfolios hat. Dabei wurde die Perspektive eines Euro-Anlegers gewählt, der in einen europäischen Aktienfonds (ARIKDEKA), einen Euro Bonds Fonds (Union Inv. Privatfonds Unieurorenta) und in kurzlaufende deutsche Staatsanleihen investiert. Aufgrund der Zielsetzung, den Einfluss von US-REITs auf ein solches Portfolio auf Basis der Fondsdaten des Lacuna – US REIT – dem ersten in Deutschland zugelassenen REIT-Fonds mit US-Fokus – zu analysieren, wurde der Zeitraum auf 1997-2010 festgesetzt. In diesem Zeitfenster wurden verschiedene Daten analysiert, darunter Rendite, Risiko und Korrelation, anhand derer die effizienten Portfolien – d.h. Allokationen mit dem besten Rendite-Risiko-Verhältnis – ermittelt wurden. Im Zuge der Analyse verglich Prof. Sebastian die Ergebnisse eines Euro-Portfolios mit Beimischung des Lacuna – US REIT mit den Werten eines Depots ohne Gewichtung des US-REIT-Fonds.

Ergebnisse der Studie
Im gesamten, untersuchten Zeitraum findet in den effizienten Portfolios eine Beimischung des Lacuna – US REIT statt. Wird der US-REIT-Fonds von Lacuna nicht beigemischt, steigt das Risiko deutlich an. Diese Entwicklung belegt den risikominimierenden Effekt des Fonds, der den Interessen aller Anlegertypen gerecht wird. „Sowohl risikofreudige als auch risikoaverse Investoren können von den Diversifikationseffekten des Lacuna – US REIT profitieren, lediglich die Gewichtung des Fonds variiert“, erläutert Thomas Hartauer, Lacuna-Vorstand und Initiator der Studie. „Unser Fonds eignet sich daher als Investment besonders für Versicherungen, Pensionskassen und -fonds, Vermögensverwalter, Family Offices und auch größere Privatvermögen, die so die langfristig stabilisierende Wirkung von US-REITs für ihr Portfolio nutzen können.“

Hintergrundinformationen Real Estate Investment Trust

„Wesentlich für die Beurteilung des US-REIT-Markts ist die Kenntnis der Rahmendaten“, erklärt Thomas Hartauer die häufig aufkommende US-Skepsis. „Rückschlüsse von der Entwicklung des breiten US-Immobilienmarktes auf die Branche der REITs zu ziehen, wäre nicht richtig“, so Hartauer weiter. „Denn als Nischensegment mit einem Volumen von nur 402 Mrd. USD spiegeln Real Estate Investment Trusts nur sehr marginal das Geschehen auf dem 6,3 Bio. USD umfassenden Gesamtimmobilienmarkt der USA wider.“ Dieser Aussage folgt auch Al Otero, REIT-Spezialist bei European Investors und Fondsmanager des Lacuna – US REIT. Er bewertet den breiten US-Immobilienmarkt derzeit eher kritisch, berichtet im REIT-Umfeld jedoch von guten Entwicklungen, beispielsweise in einigen Metropolen wie San Fransisco oder New York. Bereits seit 2003 setzt Lacuna auf die Expertise des New Yorker Fondsmanagements, das für seine Leistungen von S&P bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. „Investoren profitieren von der Wertstabilität dieser Strategie, wie die seit Auflage generierte Performance von gut 65% (14.10.) zeigt“, fasst Thomas Hartauer zusammen.

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