Hannover/Schortens, 12. August. Im Juli bestimmte der Konflikt in der Ukraine weiterhin das Geschehen an den Börsen. Bereits zu Beginn des Monats setzte sich bei Marktteilnehmern die Erkenntnis durch, dass Sanktionen gegen Russland auch die Europäer – und hier insbesondere Deutschland – treffen würden. Nach positivem Auftakt verzeichnete der russische Aktienmarkt Ende Juli ein Minus von vier Prozent. Europas Börsen gingen ebenfalls auf Tauchstation: der EuroStoxx 50 gab vier Prozent ab, der Dax verlor viereinhalb Prozent und die deutschen Nebenwerteindizes verzeichneten ein Minus von sieben Prozent. Auch an Amerikas Börsen kam es zum Ende des Monats zu Verlusten, gingen aber insgesamt mit Zugewinnen aus dem Handel. Weitere Hintergründe zu den Entwicklungen und einen Ausblick auf die kommenden Monate geben im folgenden Kommentar Stefan Hölscher und Wilfried Stubenrauch, Manager des aktienorientierten Dachfonds S&H Globale Märkte (A0MYEG).

„Die Zielfonds des S&H Globale Märkte entwickelten sich im Juli sehr heterogen. Während die Emerging Markets mit Ausnahme Russlands sowie Fonds mit Fokus auf Japan deutlich im Plus schlossen, gaben die europäischen Zielfonds stark nach“, erklärt Hölscher. Unterschiedliche Entwicklungen gab es jedoch auch bei den weltweit anlegenden Fonds. „Deutliche Zugewinne verbuchte einmal mehr der Schroder Frontier Markets Equity Fonds. Die größten Performanceverluste verzeichnete dieses Mal hingegen der FPM Stockpicker Germany. Allerdings hatten wir unsere Positionen in diesen Fonds bereits seit Monatsbeginn sukzessive reduziert und konnten uns so weitestgehend der negativen Entwicklung entziehen. Insgesamt ging der S&H Globale Märkte mit einem leichten Plus aus dem Monat und profitierte von einer partiellen Neuausrichtung“, führt Stubenrauch aus. Im Zuge dieser Neuausrichtung wurde der Europaanteil und hier vor allem der Deutschlandanteil reduziert.

„Zudem wurden Positionen im Bereich Emerging Markets und hier insbesondere Asien wie in den letzten Monaten aus- bzw. neu aufgebaut. Auf diese Weise profitierte der Fonds einerseits von Gewinnmitnahmen bei den stark gelaufenen deutschen Fonds aber auch bei einigen europäischen Fonds sowie von der temporären Abkopplung der asiatischen Märkte“, so Hölscher.

Im Zuge der Umschichtungen reduzierte sich die Aktienquote im S&H Globale Märkte im Juli deutlich auf 78 Prozent. „Eventuell könnte kurzfristig eine weitere Reduktion der Quote erforderlich werden, solange der Markt technisch angeschlagen bleibt und die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen auf die europäische Wirtschaft anhält. In diesem Fall erscheint eine vorübergehende höhere Cashquote die sichere Variante zu sein“, erklärt Stubenrauch. Mittel- bis langfristig sollte die Aktienquote im Portfolio jedoch wieder erhöht bzw. hoch gehalten werden. „Aktienmärkte sind von der Attraktivität her als für Investoren mit einem mittelfristigen Anlagehorizont alternativlos, vor allem angesichts historisch niedriger Renditen bei Bundesanleihen und gleichzeitigem Run auf bonitätsschwache Anleihen, die zumindest noch ein wenig Zinsen abwerfen“, fasst Hölscher abschließend zusammen.

 

Titelfoto: Wilfried Stubenrauch und Stefan Hölscher, Finanzberater und Fondsmanager des S&H Globale Märkte | (c) Stubenrauch & Hölscher fondsberatung GmbH

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