Vor einigen Jahren litt ich erstmalig an einer langwierigen und schmerzhaften Blockade der Halswirbelsäule. Meine Frau, die schon seit Jahren regelmäßig in chiropraktischer Behandlung war, erreichte es nach einigen Mühen, dass auch ich diesen Versuch unternehmen wollte. Ich begab mich in Behandlung bei einer Chiropraktikerin, die mich an der Halswirbelsäule mit CIT behandelte. Nach der zweiten Behandlung ließen die Beschwerden nach und die Beweglichkeit der HWS besserte sich zunehmend.

Bei der dritten Behandlung befragte ich die Chiropraktikerin nach dem Sinn der verschiedenen Bewegungen, die ich im Rahmen der CIT-Testung durchführen musste. Nachdem sie mir erklärte, dass sie damit Subluxationen in einzelnen Segmenten testen könne, war ich erst skeptisch. Die Tatsache, dass ich nach fünf Behandlungen beschwerdefrei und meine HWS wieder frei beweglich war sowie die Unfähigkeit mit schulmedizinischen Techniken solche Subluxationen feststellen zu können, erhielten mein gewecktes Interesse über Monate aufrecht. Da ich davon ausging, eine solche Untersuchungstechnik im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit nutzen zu können, folgte die Anmeldung zum ersten Kurs bei Chiropraktik Campus – dem CIT-Seminar. Zu diesem Zeitpunkt war ich seit fast 28 Jahren im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie tätig, in den letzten 12 Jahren als Chefarzt zweier Kliniken für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie.

Bereits nach dem ersten Seminartag war mir klar, dass dieses nicht mein letztes Seminar sein würde, nachdem ich den ersten Einblick in die CIT hatte und von Teilnehmern etwas von Thompson, Full Spine und SOT gehört hatte. Gleichzeitig entstand die Idee, Chiropraktik neben meiner eigentlichen Tätigkeit anzuwenden. Die Resultate bei Patienten, denen mit schulmedizinischen Maßnahmen nicht geholfen werden konnte, bestätigten mich darin immer mehr. Die Philosophie der Amerikanischen Chiropraktik hatte ich mir in einer für mich selbst überraschend kurzen Zeit zu Eigen gemacht. Grund hierfür war die Tatsache, diese Betrachtungsweise des Patienten und seines Umfeldes und die Bedeutung der Subluxation immer wieder in der täglichen Arbeit bestätigt zu sehen.

Die durch die erheblich zunehmende Bürokratisierung meiner täglichen Arbeit in der Klinik steigende Unzufriedenheit mit meiner Tätigkeit als Chefarzt ließ dann im Frühjahr 2014 den dringenden Wunsch nach Veränderung entstehen. Es dauerte etwa vier Monate, bis die Entscheidung gefallen war. Nach arbeitsreichen sechs Monaten, in denen ich neben durchschnittlich 13-14 Stunden Klinikarbeit parallel den Praxisaufbau absolvierte, konnte ich im März 2015 gemeinsam mit meiner Frau (Krankenschwester, seit 2014 in Ausbildung zur Heilpraktikerin) und zwei Mitarbeiterinnen meine Praxis eröffnen.

Nachdem ich in der Klinik meine Hände immer mehr am PC als beim Operieren einsetzen musste, gehören diese jetzt ebenso wie meine Arbeitszeit wieder dem Patienten. Dieser berufliche Richtungswechsel war für mich der absolut richtige Schritt.

Prof. Dr. med. Martin Walz

Arzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Unfallchirurgie, Handchirurgie, Physikalische Therapie, Sportmedizin, Notfallmedizin, Chirurgische Intensivmedizin, Fachgebundene Röntgendiagnostik

Verantwortlicher Anbieter:
Chiropraktik Campus
Jaan-Peer Landmann
www.chiropraktik-campus.de
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