Hamburg, 04. Oktober. Wohnen in Deutschland, insbesondere in den Großstädten, hat seinen Preis. Und dieser ist in den vergangenen Monaten weiter gestiegen – unabhängig ob für Miete oder Kauf einer Immobilie. Laut Fachverband IVD resultieren die gestiegenen Preise vor allem aus der realen Nachfrage. Bei den Durchschnittsmieten liege die Teuerung lediglich knapp über der allgemeinen Inflation. Im Bereich Eigentumswohnungen sei die Preisentwicklung hingegen Teil eines längst überfälligen Aufholprozesses.

Mieten steigen langsamer als öffentlich wahrgenommen

Wie der Verband bei der Vorstellung des Wohn-Preisspiegels 2013/2014 betonte, klettern die Kaufpreise für Eigentumswohnungen zwar weiter. Allerdings lag der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen zum Ende des dritten Quartals bei knapp 1.044 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies zwar einem Plus von über vier Prozent, allerdings lagen die Preise vor 20 Jahren noch 15 Prozent höher. Auch die Mieten steigen laut IVD im Durchschnitt langsamer als öffentlich wahrgenommen. Neuvertragsmieten verteuerten sich in den vergangenen zwölf Monaten flächendeckend in Deutschland in allen Klassen und Städtegrößen moderat. So kostete eine nach 1949 gebaute Wohnung im Durchschnitt 5,75 Euro Miete pro Quadratmeter – eine Zunahme um rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

München ist teuerste Stadt Deutschlands

Allerdings ist die Bandbreite in Deutschland groß. In München, der teuersten Stadt der Republik, müssen Mieter doppelt so viel bezahlen wie im Bundesdurchschnitt. In den zehn größten Städten Deutschlands klettern die Mieten für Neuverträge überdurchschnittlich. Laut IVD werden in diesen Städten für Wohnungen, die nach 1949 errichtet worden sind, Durchschnittsmieten von 8,27 Euro pro Quadratmeter verlangt. Dies entspricht einem Plus von über fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In München, Stuttgart und Hamburg werden mit 11,90 Euro, 10 Euro und 8,95 Euro die höchsten Mieten verlangt.