Hamburg, 27. Juni. Schon im November 2010 zeigten JP Morgan Charts die langfristig schlechtere Entwicklung des Amerikanischen Arbeitsmarkts im Vergleich zu Deutschland.1 Seitdem lauten die Meldungen nahezu identisch: Neuanmeldungen für Arbeitslosenhilfe höher als erwartet, gerade auch wieder Anfang Juni.2 Im Ergebnis bedeutet das für den Immobilienmarkt einen anhaltenden Trend in Richtung Apartment-bau und steigender Nachfrage nach Mietobjekten.

Positive Entwicklungen zeigen diese daher im Vorjahresvergleich sogar mit einem historischen Hoch von rund 5,6% plus bis Februar 2011. Passend dazu zeichnet sich ab, dass die Finanzierungskosten für neue Projekte durch geringe Kreditkosten absehbar niedrig bleiben.
Der Wohnungsbaumarkt ist das Gegenstück und leidet unter den schlechten Wirtschaftszahlen der USA, die deutlich unter den Erwartungen blieben. Besonders der hohe Ölpreis bremst die Entwicklung erheblich.

Der Aktienmarkt entwickelte sich im ersten Quartal dennoch zufriedenstellend mit einem Plus von 5,9% beim S&P 500. Analog dazu performte auch der US-REIT-Markt, der FTSE NAREIT Equity REIT legte rund 6,3%. zu.

Herausragende Ergebnisse brachten dabei besonders gewerbliche und private Storage-Systeme, die aufgrund der erhöhten Nachfrage bis zu 11% erwirtschafteten.

Alle am Konsumverhalten hängenden Branchen, wie Einkaufsmärkte, Gastronomien etc., enttäuschten dagegen und blieben hinter den Erwartungen zurück. Es bleibt abzuwarten, ob der wirtschaftliche Umschwung in den USA zeitversetzt noch einsetzt.

1 http://www.economist.com/blogs/freeexchange/2010/11/cross-country_comparisons

2 http://moneycab.com/mcc/?p=43831