Ein Beitrag von Chiropraktik-Campus-Dozent Friedemann Theill

„Für mich haben die Full-Spine-Specific Techniken etwas archaisch Verbindendes. Auch der Begründer der modernen Chiropraktik, B.J. Palmer, arbeitete mit der Hand. Dieser Gedanke inspiriert mich und gibt mir ein erhabenes Gefühl. Denn daraus hat sich alles entwickelt, B.J. Palmer hat damit begonnen, D.D. Palmer, Gonstead u.a. entwickelten die Techniken weiter und bis heute arbeiten weltweit zahllose Chiropraktiker mit den Full-Spine-Specific Techniken. Für mich ist FSST auch deswegen etwas Besonderes, weil sie meine erste gelernte Technik war. Rückblickend bin ich darüber sehr glücklich, denn aus meiner Sicht ist sie die ideale Basis, um Chiropraktik generell zu verstehen.

Aber Full Spine – das ist mehr als „back to the roots“: Als Technik aus den Anfängen der Chiropraktik bildet sie sozusagen ihr Fundament. Aber seit inzwischen gut 120 Jahren entwickelte sich FSST entlang des modernen Praxisalltags stetig weiter. Gleich geblieben sind jedoch die Grundprinzipien: Mit der Hand setzt der Chiropraktiker einen Impuls, durch den Informationen in den Körper gegeben werden. Das ist Chiropraktik – und genau das bedeutet der griechische Ursprung des Wortes Chiropraktik: „mit der Hand getan“!

So toll Spezialisierungen Hilfsmittel sind, für den Einstieg in die Technik und die Kunst der Justierung ist es aus meiner Sicht unabdingbar, mit der Hand zu arbeiten. Ich bin überzeugt, dass speziell Anfänger auf dieser Basis ein sehr viel tieferes Verständnis davon bekommen, was Chiropraktik eigentlich ist, wie sie funktioniert und was im Körper warum passiert.

In der Diagnostik kann ich durch die Motion Palpation sehr genau analysieren, wo ein Wirbel wie verlagert ist, und auf dieser Basis dann ganz zielgerichtet den notwendigen Impuls setzen. Es gibt Techniken, die schneller in der direkten Umsetzbarkeit sind – z.B. TTPT – und das ist in jedem Fall auch eine tolle Technik, aber aus meiner Sicht erst dann geeignet, wenn ich als Chiropraktiker schon ein Grundverständnis von Chiropraktik habe.

FSST sehe ich schlicht und ergreifend als Allrounder: perfekte Basis und universell anwendbare Technik. Denn FSST kann ich immer und überall anwenden, da ich nicht auf Hilfsmittel oder Geräte angewiesen bin. Die Full-Spine-Specific Techniken können bei ausreichend Erfahrung auch für jeden Patiententypus eingesetzt werden. Durch die Unterscheidung zwischen Low-Force- und Force-Techniken bietet sich immer eine Möglichkeit, dem Patienten gerecht zu werden. Meine Begeisterung für FSST ist daher seit der ersten Stunde ungebrochen und ich freue mich immer wieder, anderen meine Erfahrung und Leidenschaft weitergeben zu können.“

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Praxis Friedemann Theill
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