Mein Weg zum Atlasprof

Dörthe Luchterhand, Atlasprof in Fürth

Manchmal geht das Leben seltsame Wege. Dörthe Luchterhand beschreibt ihren Werdegang zum Atlasprof als solche Geschichte. Sie war gerade 20 Jahre alt, als sie beschloss, zu einem Vortrag des Hirnforschers Christian Opitz zu gehen. Eigentlich eine eher untypische Entscheidung, da sie als 20-Jährige im Grunde kein großes Interesse an wissenschaftlichen Veranstaltungen hatte. „Seine Vortragsankündigung zum Thema ‚Lernen und wie das im Gehirn funktioniert’ sprach mich allerdings an und ich ging hin“, erzählt Dörthe Luchterhand. Sein Vortrag beeindruckte sie so sehr, dass sie einige Jahre später, 2006, sofort die Gelegenheit ergriff, als Christian Opitz wieder eine Veranstaltung in ihrer Heimatstadt Berlin organisiert hatte. Während dieses Workshops lernte sie die Atlasprofilax-Methode kennen. Opitz erzählte von dieser Methode, da er davon überzeugt war, dass eine Atlaskorrektur für eine optimale Gehirnleistung von enormer Bedeutung sei. Er berichtete dann auch von der Korrektur bei seiner Frau. Ihre durch ein Schleudertrauma bedingten Symptome seien nach der Anwendung deutlich zurückgegangen.

DL_500x400„Damit begann meine Beschäftigung mit der Atlasprofilax-Methode – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund meiner eigenen Geschichte“, berichtet sie. Drei Jahre zuvor erlitt sie einen Arbeitsunfall mit Schleudertrauma. Danach hatte sie viel mit Verspannungen zu kämpfen, schon das Umhängen einer leichten Handtasche war zu viel. Auch Computerarbeit ging eigentlich gar nicht und beim Drehen des Kopfes schwang immer der ganze Körper mit, anstatt dass sich nur der Kopf drehte. Damals setzte sie auf Physiotherapie, allerdings ließen die Beschwerden nur sehr langsam nach. „Irgendwann nahm ich meinen Zustand dann einfach so hin, es ging ja alles irgendwie“, fährt sie fort. Genau diese Haltung war ausschlaggebend dafür, dass sie sich zu dem Zeitpunkt gegen eine Atlaskorrektur entschied. Eigentlich, so sagte sie sich, sei sie doch gar nicht richtig krank.

Es sollte dann aber doch ganz anders kommen: Vier Monate nach dem Seminar bekam sie bei einem Völkerballspiel einen Ball gegen den Kopf. Nach diesem sehr starken Aufprall zeigte ihr Körper sofort wieder die Symptome, die sie vom Schleudertrauma bereits kannte: Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und motorische Ausfälle. Es wurde so schlimm, dass sie am Tag darauf ins Krankenhaus ging. „Um es kurz zu machen: Ich wurde zunächst als Simulantin abgetan und erst nach zehn Tagen Tortur haben die Ärzte festgestellt, dass ich an einem Schleudertrauma litt.“ Nach der Diagnose sollte sie aufgrund ihres schlechten Zustands über Nacht im Krankenhaus bleiben und für den nächsten Morgen waren weitere Tests geplant. Da sie sich dort aber so schlecht aufgehoben fühlte, ging sie nach Hause. „Und das war mein Glück: Denn am gleichen Abend rief mich Christian Opitz an.“ Sie stand lose mit ihm und seiner Frau im Kontakt, wollte eigentlich nur etwas bestellen und hatte daher einige Tage zuvor eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Die beiden kamen ins Gespräch und Dörthe Luchterhand erzählte ihm von ihren akuten Beschwerden. Opitz empfahl ihr daraufhin die Atlaskorrektur. Sie entschied sich kurzerhand dafür und machte direkt einen Termin.

„Wenige Tage später wurde mein Atlas korrigiert – mit einem für mich schier unglaublichen Ergebnis. Denn nach der Atlaskorrektur war bei mir jedes einzelne Symptom verschwunden“, erzählt sie. Nur ganz kurz, vielleicht eine Minute lang, sei ihr etwas schummerig gewesen, das ließ dann aber nach. „Ich war so voller Energie, dass ich nach der Korrektur direkt für zwei Stunden ins Fitnessstudio ging“, erinnert sie sich. Nach dem ersten Schleudertrauma dauerte es mit Physiotherapie über sechs Wochen, bis sie das erste Mal überhaupt wieder ein wenig Sport machen konnte.

„Mich hat das so beeindruckt, dass ich beschloss, die Methode zu erlernen.“ Da sie zu dieser Zeit aber gerade das Abitur nachholte und einige Fortbildungen machte, war es dann 2009 endlich soweit: „Ich absolvierte meine Ausbildung zum Atlasprof. Mit dieser Ausbildung im Gepäck ging ich anschließend nach Australien – denn ins Ausland zu gehen, war schon sehr lange mein Traum.“ Sie entschied sich für den westlichen Teil, weil es dort keine Atlasprofs gab. Dort blieb sie bis 2014 und hatte eine wirklich tolle Zeit. Es lief sehr gut und viele Patienten fuhren mitunter bis zu acht, neun Stunden mit dem Auto, um bei ihr eine Anwendung zu erhalten. Zudem brachten die Patienten in der Regel auch immer Verwandte mit. In der Spitze waren es 15 Familienmitglieder, die ein Patient zu seiner Anwendung mitbrachte, damit auch sie eine Atlaskorrektur erhalten konnten.

Obwohl es ihr dort sehr gut gefiel, merkte sie, dass ihr der direkte Kontakt zu Familie doch sehr fehlte und dass sie Heimweh hatte. Ende 2014 ging sie daher zurück nach Deutschland. Da sie nicht wieder nach Berlin wollte – weil ihr das vor allem nach der Australienerfahrung zu groß und zu voll war – fiel die Wahl auf Nürnberg. Dort lebte ein alter Freund von ihr und so kannte sie dort schon jemanden. Das erste Jahr in Deutschland nutzte sie, um verschiedene Zusatzqualifikationen zu erwerben, z.B. in Kinesiologie und Posturologie. Außerdem begann sie eine Heilpraktiker-Ausbildung. Im März 2016 war es dann soweit: Sie eröffnete in Fürth, bei Nürnberg, eine eigene Praxis.

„Hier darf ich jetzt auch wieder die vielen schönen Momente als Atlasprof erleben. Nach einer Anwendung habe ich zum Beispiel sehr oft das Gefühl, als wäre bei meinen Patienten regelrecht ein Lichtschalter angeknipst worden.“ Es sei einfach toll zu sehen, wenn Symptome sich zurückentwickeln und es Patienten nach und nach besser ginge. „Ich kann daher nur sagen: Auch wenn mein Weg zum Atlasprof kein einfacher war, hat er sich sehr gelohnt – und tut es jeden Tag. Ich bin nach wie vor dankbar über die Begegnung mit Christian Opitz, der ganz entscheidend mit dazu beigetragen hat, dass ich meinen Weg zur Atlasprofilax-Methode gefunden habe und heute meiner Berufung nachgehen kann“, schließt sie ab.

 

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Atlasprofilax Sektion Deutschland e.V.
Volker Werner
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