Hamburg, 09. Oktober. Annähernd zwei Drittel der Deutschen kaufen inzwischen online. Dies belegt eine aktuelle Studie der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Dabei zeichnete sich ein interessanter Trend ab: Je weiter nördlich ein Land liegt, desto aufgeschlossener sind seine Bürger gegenüber dem Online-Handel.

Befragt wurden für die Studie Europäer im Alter zwischen 16 und 74 Jahren. Mit einer Quote von 76 Prozent wird online besonders gern in Norwegen eingekauft. Fast gleich auf liegt Schweden mit 74 Prozent, gefolgt von Dänemark und Großbritannien mit jeweils 73 Prozent. Mit 65 Prozent liegt Deutschland zwar im Mittelfeld, jedoch immer noch deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 45 Prozent. Grund für diese niedrige EU-weite Quote ist der geringe Anteil an Webshoppern in den südlichen Ländern Spanien (31 Prozent), Italien (17 Prozent) und Rumänien (fünf Prozent).

Die Gründe für das Nord-Süd-Gefälle sind vielfältig: So verfügen die Bürger in den nördlichen Ländern insgesamt über eine größere Kaufkraft. Länder wie Deutschland punkten zudem mit einer gut ausgebauten Infrastruktur sowie einer ausgezeichneten logistischen Organisation, was u.a. zu verkürzten Lieferzeiten führt. Zudem genießen Online-Konsumenten verbraucherfreundliche Gesetze zum Warentausch. Aber das Internetshopping ist in Deutschland auch aufgrund der Sicherheit der hierzulande angebotenen Bezahlmethoden beliebt.