Hamburg, 28. Januar. In weiten Teilen Europas erreichen Staaten eine Rekordarbeitslosigkeit. Allen voran steht Spanien, das mit einer nationalen Erwebslosigkeit von 26 % und einer Jugenderwerbslosigkeit von 55 % aufhorchen lässt. In Österreich hingegen findet man mit 8,7 % Arbeitslosigkeit den niedrigsten Wert der gesamten Europäischen Union. Was sich am österreichischen Arbeitsmarkt alles tut, erfahren Sie in diesem Artikel.
Österreich wird zwar europaweit als Vorbild gehandelt, aber auch hierzulande steigt die Arbeitslosigkeit langsam aber sicher an. Vergleicht man den Dezember 2012 mit dem Vorjahrsmonat ist ein Anstieg von 6 % Arbeitslosigkeit zu beobachten.

Arbeitsmarktpolitik in Österreich

Die Regierung hat mehrere Ziele formuliert, der sich die Politik im Bereich Arbeitsmarkt widmen sollte. Neben den Standardvorhaben, wie die Erreichung der Vollbeschäftigung oder die Langzeitarbeitlslosigkeit zu bekämpfen, richten sich viele Themen vor allem der Bekämpfung des Fachkräftemangels. Indem ältere Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben bleiben sollen, will man zusätzliche Ressourcen sichern. Österreichs Wirtschaft wird sehr stark von Klein- und Mittelbetrieben (KMUs) dominiert. Eine der Vorgaben ist es daher auch, den Einsatz und die Einführung von Human Resources Abteilungen und deren Know-How in den Unternehmen zu fördern, um die Personalbeschaffung zu professionalisieren und Fehlbesetzungen zu verhindern.

Fachkräftemangel

Aufhorchen ließ vor kurzem eine Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft. Entgegen allen Erwartungen, dass es in Österreich an Akademikern fehle und sich dieser Mangel in Zukunft noch verstärke, werden künftig weniger Uni-Absolventen benötigt. Nur in jedem fünften Job wird demnach ein Studium und eine akademische Ausbildung vorausgesetzt.

Es sind eher die Lehrberufe, denen es laut Experten an Nachfrage seitens der Jugendlichen mangelt. Die 10.000 Fachkräfte, die im ganzen Land fehlen, gesellen sich somit zu den 5.000 Lehrlingen, welche zu wenig ausgebildet werden. Von der Regierung wurden schon mehrere Anstrengungen unternommen, um den Jugendlichen Lehrberufe schmackhaft zu machen und in der Folge offene Lehrstellen in den Betrieben besetzen zu können. Unter anderem soll durch ein neues Angebot unter dem Namen „Lehre mit Matura“ eine Doppel-Ausbildung erreicht werden. Dem Mangel in den technischen Bereichen will man vor allem mit Kampagnen unter dem Thema „Mädchen in der Technik“ entgegenwirken.

Wien als wirtschaftliches Zentrum

Die Hauptstadt Österreichs ist mit rund 1,7 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Danach kommt bereits Graz, wo 260.000 Österreicher leben. Andere Städte sind beispielsweise Linz, Innsbruck oder Salzburg, welche aber alle weniger als 200.000 Einwohner haben. Dieser Größenunterschied bewirkt, dass viele Gemeindebürger aus ländlichen Gegenden täglich oder wöchentlich vor allem nach Wien pendeln und sich dort die wichtigsten Unternehmenszentralen und Industriezentren vereint haben. Unter anderem zieht es auch jüngere Menschen zu Ausbildungs- und Studienzwecken in die österreichische Hauptstadt.

Weitere Informationen sowie Details zum österreichischen Arbeitsmarkt finden Sie hier

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