Hamburg, 04. Februar. Ein wichtiges Ziel des Ausbaus Erneuerbarer Energien ist die weltweite Senkung der Treibhausgas-Emissionen. Neueste Zahlen des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) belegen jedoch, dass die Reduktionsversprechen auf den Umweltgipfeln der vergangenen Jahre nicht eingehalten wurde – im Gegenteil. Mit einem Ausstoß von 34 Mrd. Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) im Jahr 2011 hat die Belastung der Erdatmosphäre ein neues Rekordniveau erreicht. Dies entspricht im Vergleich zu 2010 einem Anstieg um 0,8 Mrd. Tonnen. Entgegen des Gesamttrends ist der Schadstoffausstoß in Deutschland leicht rückläufig.

Mit 8,9 Mrd. Tonnen belegt China den Spitzenplatz im internationalen Ranking, gefolgt von den USA (6 Mrd.) und Indien (1,8 Mrd.). Russland belegt Platz vier (1,6 Mrd.), Japan liegt auf dem fünften Platz (1,3 Mrd.). Trotz Atomausstieg und Wirtschaftswachstum konnte dagegen Deutschland seinen CO2-Ausstoß im Jahr 2011 verringern und belegt mit 804 Mio. Tonnen den sechsten internationalen Rang. Im Vergleich zu 2010 sank der CO2-Ausstoß in Deutschland laut nationalem Inventarbericht von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt um 27 Mio. Tonnen.

Damit konnte Deutschland seit 1990 seine Klimagasemissionen um 27 % reduzieren. Um jedoch die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung zu verwirklichen, bis 2020 rund 40 % weniger Emissionen auszustoßen, müssen künftig noch größere Anstrengungen unternommen werden. Vor allem in den Sektoren Industrie, Verkehr und Energiewirtschaft, denn das aktuelle Minus an Emissionen sei laut IWR vor allem auf den Beitrag privater Haushalte zurückzuführen.