Hamburg, 18. Oktober. Twitter, Facebook und Co. sind aus unserem Allltag nicht mehr wegzudenken. Diese soziale Interaktion und Kollaboration via Internet zu nutzen, wird zunehmend wichtiger. Dabei wandeln sich mediale Monologe (one to many) in sozial-mediale Dialoge (many to many). Emissionshäuser, Versicherungen, Vertriebspools – immer mehr Akteure auch des Finanzmarkts erkunden die Möglichkeiten. Wichtig dabei ist eine dem Wesenskern der zusätzlichen Ansprachemöglichkeit gerechte Form zu finden. Social Media hat das Selbstverständnis und das Kommunikationsverhalten der Verbraucher nachhaltig verändert. Als Web 2.0 ermöglicht es die Partizipation jedes einzelnen Internetnutzers an der öffentlichen Kommunikation. Um mit dem Verbraucher Schritt zu halten, müssen Unternehmen ihre klassischen Marketing-, Werbe- und Kommunikationsprinzipien an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Erfolgsgeschichten gibt es bereits viele, international und auch national.

Zur Umsetzung von Social Media Projekten gehören die gleichen Prozessschritte wie bei jedem anderen Projekt: analysieren, planen, umsetzen und kontrollieren. Social Media ist eine transparente, ehrliche Kommunikation auf Augenhöhe mit den eigenen Zielgruppen. Genau genommen ist gelebtes „Social Media“ im Unternehmen nichts anderes als dessen konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden. Social Media hat für Unternehmen ein wichtiges Ziel: Fans und Freunde anstelle von „einfachen“ Kunden zu finden. Es gelten somit die gleichen Regeln wie für gute Beziehungsarbeit. Auf dieser Basis ergeben sich folgende Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von Social Media Engagements:

• Authentizität: Niemand ist perfekt. Das wissen auch Kunden.

• Partnerschaft: Kommunizieren sie ehrlich und auf Augenhöhe.

• Geduld: Richtige Freundschaften brauchen Zeit, auch im World Wide Web.

• Stories und Inhalte: Schaffen sie Content, der die User weiterbringt und unterhält.

• Dialog: Social Media ist multidirektional, gehen sie auf die User ein und hören sie ihnen zu.

• Have fun!: Haben sie Spaß am Dialog mit (potenziellen) Kunden und lassen sie das spüren.

Letztendlich ist die Entscheidung für Social Media ein Change Management Prozess im Unternehmen – mit nicht zu unterschätzendem Aufwand. Dafür benötigt man ein dezidiertes Projektmanagement und einen realistischen Zeitplan. Dem Projekt Social Media sollte höchste Aufmerksamkeit gewidmet werden – denn Social Media ist nicht einfach nur ein Trend, hier etabliert sich ein zentraler Kommunikationskanal.

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Allgemeiner Risikohinweis für Finanzprodukte