Regensburg. Bereits heute beträgt das weltweite Volumen des Stentmarkts 9 Mrd. USD. Experten erwarten für die Zukunft weiteren Zuwachs. So bringen technischer Fortschritt auf der einen und Effizienzsteigerung in der Ausgestaltung der Gesundheitssysteme auf der anderen Seite weiteres Potenzial in den Markt. Anlegern bietet der Bereich aufgrund dieser dynamischen Entwicklung ein langfristig rentables Investmentumfeld.

In den Industrienationen sind Herzprobleme noch immer Todesursache Nummer 1. Allein in Deutschland leiden etwa 1 Mio. Betroffene an der so genannten koronaren Herzkrankheit (KHK) – der Sauerstoffunterversorgung des Herzmuskels, verursacht durch eine Verengung der Herzkranzgefäße. Bis in die 70-er Jahre war hier eine Bypass-Operation die Standardbehandlungsmethode. Seit Anfang der 90-er Jahre werden jedoch immer häufiger Gefäßwandstützen implantiert. Als moderne Alternative zur Bypass-Legung stabilisieren diese so genannten Stents dauerhaft die geschwächte Gefäßwand und verringern Komplikationen während sowie nach der OP deutlich.

Bypass vs. Stent

Bypass-Operationen beheben zwar die Arterienverengung, haben jedoch oft ein hohes Schlaganfallrisiko zur Folge. Weitere Nachteile des komplexen Eingriffs zeigen sich in den hohen OP-Kosten sowie dem lange Krankenhausaufenthalt. Daher kommen Stents inzwischen verstärkt zum Einsatz. Bei etwa 90% der jährlich 300.000 Herzeingriffe in Deutschland handelt es sich mittlerweile um Stent-Implantationen1. Weltweit liegt die Zahl der Stentpatienten sogar deutlich höher: Weit über 2 Millionen Menschen wurde bislang eine Gefäßwandstütze eingesetzt. Klare Behandlungsvorteile, die sich besonders zugunsten des Patienten auswirken, zeigen sich als Beweggründe für den vermehrten Einsatz. „Im Gegensatz zur Bypass-Legung erfordern Stents keine offene Operation und verhindern somit nicht nur Komplikationen während des Eingriffs, sondern reduzieren auch das Risiko eines plötzlichen Gefäßverschlusses erheblich“, erklärt Dr. Cyrill Zimmermann, CEO der Adamant Biomedical Investments. Bereits seit gut 10 Jahren sind die Schweizer Healthcare-Spezialisten auf dem Gesundheitsmarkt aktiv und bieten ihre Management- sowie Researchleistungen Investmenthäusern wie der Regensburger Lacuna AG an. Aus seiner Arbeit weiß Zimmermann: „Da die Behandlung mit Stents weniger komplex ausfällt, werden Patienten wesentlich schneller aus dem Krankenhaus entlassen. Einer der Faktoren, der dafür sorgt, dass Stent-Eingriffe kostenseitig nur den Bruchteil einer Bypass-Operation ausmachen.“

Innovative Lebensverlängerung

Besonders im Stent-Umfeld zeigt sich erhebliches Entwicklungspotenzial. Die Forschung steht nicht still. Eine weitere Optimierung der Behandlung und damit die Verbesserung der Lebensqualität für den Patienten ist das Ziel. Etwa 10% des weltweiten Milliardenumsatzes im Gesundheitssystem fließen bereits heute in die Stent-Forschung. Dabei entstehen vielversprechende Ansätze, wie beispielsweise Stent-Modelle, die sich nach einiger Zeit im Körper auflösen. Doch eine Weiterentwicklung ist vor allem für Risikogruppen wie Diabetiker unbedingt notwendig. Aufgrund ihrer besonders dünnen Gefäße besteht die Gefahr, innerhalb der ersten 8 Monate nach der Operation eine allmähliche Wiederverengung des Gefäßes zu erleiden. Gute Ergebnisse erzielen hier besonders Stents mit Medikamentenbeschichtung. Hier geht das Risiko eines Wiederverschlusses dauerhaft gegen Null. Über mehrere Wochen hinweg hemmen Medikamente an Ort und Stelle unkontrolliertes Zellwachstum und verhindern eine erneute Verengung des Gefäßes – und damit auch einen wiederholten Eingriff. Zwar sind diese neuartigen Stents zunächst teurer in der Produktion, langfristig senken sie jedoch die Behandlungskosten.

Stents – gut für Patienten und Investoren

Mit einem jährlichen Wachstum von gut 30% zeigt besonders der Stents-Markt in den Emerging Markets großes Aufholpotenzial. Bislang wird erst 6% der Herzpatienten im Reich der Mitte ein Stent implantiert. Doch durch die Einführung einer allgemeinen Krankenversicherung im Zuge mehrerer Gesundheitsreformen wird neben der Zahl der Versicherten auch die Zahl der Behandlungen zunehmen. Experten erwarten daher eine Verdopplung des Zuwachses innerhalb der nächsten 4-5 Jahre. Von diesen Entwicklungen profitieren nicht nur Patienten. Auch Investoren können diese Chancen gezielt ausschöpfen und so den weiteren Ausbau der Gesundheitsversorgung unterstützen. Als Subsektor des Medtech-Umfeld können Anleger den Stent-Markt über Fonds wie den Lacuna – Adamant Global Medtech abdecken und auf diese Weise von dem langfristigen Wertzuwachs der Branche profitieren. Mit Erfolg, wie die aktuelle Performance des Lacuna-Medtech-Fonds zeigt: Seit seiner Auflage im September 2008 generierte der Investmentfonds einen Wertzuwachs von 16,49%.

1Klinik für Kardiologie und Angiologie am Bergmannsheil in Bochum