Hamburg, 27. Oktober. Mit Ausnahme der Münchner Hypothekenbank haben alle deutschen Geldhäuser den Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) bestanden. Insgesamt verfehlten 25 der 130 untersuchten Banken die Vorgaben der EZB. Diese sahen u.a. eine Kernkapitalquote von 5,5 Prozent vor. Die Quote gibt Auskunft darüber, wie viel eigenes Geld eine Bank in Relation zu ihren Risiken besitzt. Von den 25 durchgefallenen Banken hatten zwölf jedoch während der Testphase ihr Eigenkapital aufgebessert – darunter auch die Münchner Hypothekenbank. Daher gelten tatsächlich nur 13 Institute als gefährdet.

Besonders hart traf es den Bankensektor in Italien. Mit der Monte dei Paschi di Siena, Banca Popolare dei Milano, Banca Carige und Banco Popolare di Vicenza konnten hier vier Geldinstitute die Anforderungen der EZB nicht erfüllen. Allein der Monte dei Paschi di Siena, die als älteste noch existierende Bank der Welt gilt, fehlen laut Test 2,1 Mrd. Euro. Die anderen neun Durchfaller waren die Eurobank und die National Bank aus Griechenland, die französisch-belgische Dexia, die Hellenic Bank aus Zypern, die irische Permanent TSB, die österreichische ÖVAG, die Banco Comercial aus Portugal sowie die Nova Ljubljanska Banka und Nova Kreditna Bank Maribor aus Slowenien. Alle 13 Banken haben nun sechs bis neun Monate Zeit, ihre Kapitallücken zu schließen. Wie das gelingen soll, müssen die Geldhäuser der EZB innerhalb der kommenden zwei Wochen mitteilen.

Hintergrund des Stresstests ist die sogenannte Bankenunion. Vom 4. November an übernimmt die EZB die zentrale Aufsicht über die 120 führenden Banken im Euroraum.

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