Hamburg, 05. August. Am US-amerikanischen Arbeitsmarkt setzt sich die Erholung weiter fort. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, betrug der Stellenzuwachs im Juli 162.000. Zum Vergleich: Im Mai lag das Plus bei 176.000 und im Juni bei 188.000. Gleichzeitig fiel die Arbeitslosenquote von 7,6 auf 7,4 Prozent. Damit liegt sie auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2008.

Positive Entwicklung mit kleinen Schönheitsfehlern

Ungeachtet der positiven Entwicklung liegt die Quote noch immer über dem langjährigen Durchschnittswert von sechs Prozent. Für einen kräftigen Aufschwung müssten mehr Jobs geschaffen werden. Allerdings geht es hier nur langsam voran, Experten hatten mit deutlich mehr neuen Jobs gerechnet. Zudem zeichnen einige Indikatoren aus dem Arbeitsmarktbericht ein negatives Bild: So sank bspw. die Zahl der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitsstunden auf 34,4 und auch die durchschnittlichen Wochenlöhne gingen um 0,1 Prozent zurück.

Steigende Konsumausgaben als Impulsgeber für Wirtschaftswachstum

Infolge der veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen verlor der Dollar an Wert und auch die Börsen gingen zunächst leicht nach unten. Trotz der eher verhaltenen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt tendiert die US-Wirtschaft insgesamt jedoch seit Monaten in eine positive Richtung. So erwartet der Internationale Währungsfonds 2013 ein Wachstum von 1,7 Prozent. Im kommenden Jahr soll es dann deutlich um 2,7 Prozent steigen. Auch die Konsumausgaben der Amerikaner – verantwortlich für mehr als zweit Drittel der US-Wirtschaft – legten zuletzt wieder zu. Während der Anstieg im Mai bei 0,2 Prozent lag, fiel der Zuwachs im Juni mit 0,5 Prozent noch einmal stärker aus. Insbesondere für Autos gaben die Amerikaner mehr Geld aus.