Hamburg, 17. Juli. Vor kurzem stimmte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den internationalen Eigenkapitalstandards Basel III zu. Damit gelten für die größten Banken des Landes künftig neue und vor allem strengere Auflagen. Entlang der neuen Richtlinien müssen alle Banken fortan eine harte Eigenkapitalquote von 4,5 Prozent erfüllen. Hinzu kommt ein Kapitalerhaltungspuffer von 2,5 Prozent. Die verlangte Kernkapitalquote Tier 1 wird von vier auf sechs Prozent angehoben. Beibehalten wird die allgemeine Kapitalquote von acht Prozent. Wie bisher müssen alle Banken zudem eine „Leverage Ratio“ von vier Prozent einhalten. Dies bedeutet, dass Banken fortan vier Prozent ihrer Bilanzsumme mit Eigenkapital unterlegen müssen. Bei Großbanken kommen noch einmal drei Punkte zusätzlich hinzu, die auch außerbilanzielle Verpflichtungen berücksichtigen.

Bis zum Januar 2014 müssen international tätige Banken die neuen Regeln erfüllen. Es gibt allerdings bis 2019 Übergangsfristen. Diese sind kompatibel mit den Basel-III-Vereinbarungen. Kleinere Banken müssen die Standards ab 2015 erfüllen.

Nach Ankündigung der Fed sind weitere Schritte geplant, die über die internationalen Richtlinien hinausgehen. Insbesondere die Liquiditäts- und Kapitalstandards sollen verschärft werden. Diese sehen für größere Banken unter anderem eine „Leverage Ratio“ von dann sechs Prozent vor. Zudem sollen Großbanken künftig eine bestimmte Mindestsumme von Eigenkapital und langfristigen Schulden vorhalten. Hinzu kommen sollen weiterhin noch zu vereinbarende Kapitalaufschläge für Bankinstitute, die global gesehen als systemrelevant eingestuft werden.