Als Sportwissenschaftler und Mitarbeiter des Deutschen Sportbundes hatte Raphael Ertl nicht nur beruflich viel mit Sport zu tun, sondern war auch privat sehr häufig auf dem Tennisplatz anzutreffen. In Folge seines intensiven Spielens traten schon mit 16 Jahren erste Begleiterscheinungen auf. Er litt unter Nacken- und dadurch bedingten Kopfschmerzen, außerdem machten seine Lendenwirbel und Knie Probleme – die Ursache dafür vermutete er in einem Sturz von einem Vordach im Alter von acht Jahren. Eher beiläufig erzählte ihm eine damalige Kollegin von der Atlasprofilax-Methode. Er begann zu recherchieren und war schließlich überzeugt davon, dass sie auch bei seinen Beschwerden helfen könnte. Daher vereinbarte er schließlich einen Termin zur Atlaskorrektur. Dieser Tag änderte nicht nur seine Körperhaltung, sondern auch sein gesamtes Leben.

Atlas – Chef der Wirbelsäule und Impuls für die Gesundheit

Raphael Ertls Werdegang zum Atlasprof® beginnt im Sommer 2005 mit dem Satz: „Du bist ja ganz schief.“ Natürlich sei ihm damals schon aufgefallen, dass seine Schuhsohlen sich ungleich abliefen, allerdings sei ihm nie bewusst gewesen, dass seine gesamte Körperstatik mit bloßem Auge bereits erkennbar unausgeglichen war. Über die Untersuchung vor der Atlaskorrektur wurde klar: Der Atlas war nicht nur gekippt, sondern auch noch verdreht. Diese Erkenntnis bestätigte seine Annahme, dass der Sturz hauptverantwortlich für seine Probleme war. Nach der Anwendung bemerkte er schnell signifikante Veränderungen. Während der Expo 2000 dachte er noch, sein Rücken würde ihn umbringen, und empfand langes Stehen als Qual. Doch bereits wenige Wochen nach der Anwendung verschwanden die Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und auch seine Knie erholten sich spürbar von der jahrelangen Fehlbelastung. Sowohl seiner Tochter als auch seiner Frau wurde daraufhin der Atlas korrigiert.

„Für mich ging dasbildschirmfoto-2016-11-21-um-15-55-07 Abenteuer Atlas damit erst richtig los“, erzählt er. „Ich machte praktisch einen fliegenden Wechsel vom Behandlungstisch auf die Schulbank.“ Auf Empfehlung wurde er noch im gleichen Jahr in die Atlasprofilax-Ausbildung aufgenommen. Nach dem erfolgreichen Abschluss wollte er ursprünglich weiterhin für den Deutschen Sportbund arbeiten und nur nebenbei hier und dort als Atlasprof® aktiv werden. Diesen Plan legte er innerlich schon am ersten Tag nach Beendigung der Ausbildung ad acta. „Unser Telefon klingelte praktisch ununterbrochen, überall aus der Umgebung wollten Menschen zu mir.“ Anfangs führte er die Korrekturen, völlig überrascht von dem Andrang, einfach im Kinderzimmer seiner Tochter durch. „Es schien den Leuten völlig egal zu sein, ob sie während der Anwendung eine Prinzessin von der Wand anstarrte oder sie eine Puppen-Teeparty abwarten mussten. Hauptsache, ich nahm mich ihres Schwindels, ihrer Kopf- und Rückenschmerzen sowie einer Vielzahl anderer Leiden so schnell wie möglich an.“ Bald wurde eine Behandlungsliege fester Bestandteil der Einrichtung, von Montag bis Samstag herrschte reger Betrieb und die Patienten gingen in seinem Haus ein und aus. Schnell wurde ihm klar, dass er sich für einen Beruf entscheiden musste und er dringend mehr Platz brauchte, nicht zuletzt, um Privatleben und Beruf wieder zu entzerren.

„Damals fiel mir die Wahl schwer; heute bin ich froh, den Weg als Atlasprof® gegangen zu sein.“ Nachdem er seine Entscheidung getroffen hatte, zog er in separate Räumlichkeiten und widmete sich in Vollzeit der Atlaskorrektur. Seit 2013 praktiziert er nun in Wasserburg, da die vorherigen Praxisräume dem Patientenaufkommen einfach nicht mehr gewachsen waren. Darüber hinaus absolvierte er eine Ausbildung zum Heilpraktiker, um seine Kompetenzen und medizinischen Kenntnisse zu vertiefen. „Zu meinem großen Glück beschloss meine Frau, ebenfalls diese Ausbildung zu beginnen. Abends konnten wir uns zusammen hinsetzen, gegenseitig abfragen, unterstützen und motivieren“, erzählt Raphael Ertl.

Heute wie damals liegt ihm in erster Linie das Wohl seiner Patienten am Herzen und er ist glücklich über jeden einzelnen Erfolg, den sie auch auf seinen Impuls hin erreichen konnten. Ein Fall hat ihn besonders berührt. Ein Elternpaar, dem Ärzte gesagt hatten, ihre Tochter würde niemals laufen können, kam zu ihm. Ihr Osteopath hatte sie an ihn verwiesen, da auch er nichts unversucht lassen wollte. Als der Vater sie das erste Mal hochtrug, war sie acht Jahre alt. Tatsächlich konnte Raphael Ertl eine massive Verschiebung des Atlaswirbels feststellen und korrigierte diese umgehend. Nach der Anwendung wurde die Kleine von ihrem Vater wieder heruntergetragen. Acht Wochen danach rief ihre Mutter erneut an und fragte, ob sie nochmal vorbeikommen könnten, sie würden ihm gerne etwas zeigen. „Was dann geschah, sorgt bei mir noch heute für Gänsehaut.“ – Als die Tür aufging, war es die Tochter, die sie öffnete. Sie lief strahlend auf den Atlasprof zu – etwas staksig und wacklig, aber voller positiver Energie. Alle waren zu Tränen gerührt. „Erst als die Familie schon wieder gegangen war und ich mich gesammelt hatte, wurde mir bewusst, dass sie nicht einfach nur gelaufen war, sondern zuvor auch schon alleine die Treppe bewältigt hatte“, erinnert er sich.

Bis heute blickt Raphael Ertl auf viele tausend Atlaskorrekturen zurück. Von seinen Patienten höre er häufig, sie fühlten sich wie neu geboren und für sie würde ein neuer, schmerzfreier Lebensabschnitt beginnen. Er betrachtet sich allerdings einfach als Impulsgeber der Gesundheit. Daher ist es ihm wichtig, seine Patienten umfangreich aufzuklären. Dafür bietet er regelmäßig Info-Abende an und erörtert hier u.a. die Rolle des Atlas als „Chef der Wirbelsäule“ und damit als Dirigenten der Körperstatik. Allerdings bedeute das aus Raphael Ertls Sicht nicht: „Atlas gut, alles gut“. Eine Atlaskorrektur bilde für ihn eine stabile Basis und setze damit den ersten Impuls auf dem Weg zu ganzheitlicher Gesundheit. Daher liege sein Fokus auch ganz klar auf der Atlaskorrektur, heilpraktische Methoden würden bei Bedarf ergänzend eingesetzt. Trotz guter Ergebnisse seien oft weiterführende Behandlungen oder fortlaufende Bewegungstherapien nötig, die er so in seiner Praxis nicht anbieten könne. Über die Jahre hat sich Raphael Ertl daher ein großes Netzwerk aufgebaut, in dem bis heute knapp 50 Therapeuten aller möglichen Fachrichtungen vertreten sind. Dadurch kommen nicht nur neue Klienten zu ihm, sondern er kann auch einen Experten empfehlen, um für alle Patienten die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. „Atlasprofilax war mein Impuls für ein neues Leben – gesundheitlich wie auch beruflich. Genau das sage ich auch meinen Patienten immer: Eine Atlaskorrektur ist eine riesige Chance, nutzt sie.“

Verantwortlicher Anbieter:
Atlasprofilax® Sektion Deutschland e.V.
Volker Werner
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