Hamburg, 22. Mai. Beim Ölverbrauch haben die Nicht-OECD-Staaten die Industrieländer überflügelt. Dies berichtet die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem aktuellen Ölmarktreport. Verantwortlich für diese Trendwende ist zum einen die steigende Öl-Nachfrage in den Entwicklungsländern, auf der anderen Seite aber auch eine sinkende Nachfrage in den OECD-Staaten. Während der Ölverbrauch in den Industriestaaten aufgrund steigender Preise seit 2006 kontinuierlich abnimmt, haben diese in vielen OECD-Staaten kaum Spuren hinterlassen. Grund hierfür sei die massive Subventionierung des Öls in vielen Entwicklungsländern, sodass steigende Preise kaum bei den Verbrauchern ankommen.

Angaben der IEA zufolge summierten sich die staatlichen Hilfen für fossile Brennstoffe im Jahr 2011 weltweit auf 523 Milliarden USD. Experten erwarten, dass der Weltmarktpreis für Öl in den kommenden Jahren weiter steigenden dürfte. Bereits in den vergangenen zehn Jahren sind die Förderkosten um den Faktor 5 gestiegen. Grund hierfür ist, dass die globale Weltölförderung heute schon nicht mehr signifikant gesteigert werden kann. So hat die konventionelle Förderung bereits im Jahr 2005 ihren Höhepunkt erreicht.